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Hauptausschuss der Stadtvertretung Güstrow beschließt Mittel für Sanierung : Fördergeld für Altstadt-Häuser

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Der Hauptausschuss der Stadtvertretung Güstrow hat mit Beschlüssen Städtebaufördermittel für Gebäude in der Altstadt locker gemacht. Mehrere tausend Euro stehen dafür zu Verfügung.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 12:11 Uhr

Der Hauptausschuss der Stadtvertretung Güstrow hat mit Beschlüssen Städtebaufördermittel für Gebäude in der Altstadt locker gemacht. Maximal 44 535 Euro fließen in die Kleine Wallstraße 2 und 43 574 Euro in die Philipp-Brandin-Straße 5. 33 635 Euro Städtebaufördermittel und rund 12 000 Euro Haushaltsmittel der Stadt werden für die Schulstraße 6 bereit gestellt. Außerdem empfahl der Ausschuss der Stadtvertretung auf ihrer Sitzung am 12. September für eine Vollmodernisierung der Hirtenstraße 8/9 Fördermittel von 128 350 Euro auszureichen.

Neue Hoffassade für Schondorf-Haus
In der Kleinen Wallstraße 2 fragt man sich, wenn man davor steht, was soll da gemacht werden, denn das Wohnhaus des Güstrower Komponisten Johannes Schondorf (1833-1912) sieht von der Straße gut aus. Aber es geht in diesem Fall um die Rückfront. Der neue Eigentümer plant nach Angaben der Stadtverwaltung die baulichen Missstände an der Hoffassade, die durch die unfachgemäße und nicht fertig gestellte Sanierung durch den vorherigen Eigentümer verursacht wurden, zu beheben. 2010 erfolgte nur die Sanierung der Straßenfassade und der Einbau von Fenstern an der Hoffassade. Eine Wohnung ist gar nicht nutzbar und die anderen Wohnungen sind nur eingeschränkt bewohnbar.

Haus prägt mit Dom und Stadtmauer das Stadtbild
Bei der Philipp-Brandin-Straße 5, in der die Wohnung und Amtsräume des Dom-Pfarrers sind, stellt die Stadt die Fördermittel wegen der dringenden Sanierung des historischen Fachwerkverbandes bereit. Außerdem steht das im 18. Jahrhundert erbaute Haus unter Denkmalschutz und es „hat eine besondere städtebauliche Bedeutung“, wie es die Verwaltung in der Begründung des Beschlusses hervorhebt. Es präge mit dem Dom über die alte Stadtmauer hinweg das Stadtbild. Bei der Sanierung werden die Außenwände von innen wärmegedämmt. Dazu müssen Elektro- und Heizungsinstallation verlegt werden. „Die zu DDR-Zeiten aufgeputzten kissenartigen Verstärkungen der Fachwerkfelder werden entfernt und nach historischem Vorbild mit einem dünnen Schlämmputz versehen“, heißt es im Beschluss. Allerdings: Die Nachweise über die Gesamtfinanzierung liegen der Stadt noch nicht vor.


Hirtenstraße 8/9 steht leer:
letzte Sanierung in 80er-Jahren
In der Hirtenstraße 8/9 geht es um eine Vollmodernisierung. Weil „die beiden leerstehenden Wohngebäude, die bei der letzten Sanierung in den 1980er-Jahren zu einem Wohnhaus mit einem Zugang zusammengefasst wurden, Schäden und Mängel aufweisen und nicht mehr den heutigen Wohnverhältnissen entsprechen“, wird im Beschluss für die Stadtvertreter am 12. September begründet. Beide Gebäude seien „als bauliche Anlagen mit besonderer städtebaulicher Bedeutung“ einzustufen, heißt es weiter. Im Gebäudeteil Nr. 9 erfolgt im Erdgeschoss der Umbau der Ein-Raum-Wohnung zu einer Durchfahrt, um die Wohnungen durch Stellplätze besser vermieten zu können. Dazu wird der Hof neu angelegt. Die Straßenansicht wird mit einem Tor geschlossen. Die Abdichtung des Gebäudes gegen aufsteigende Feuchtigkeit sowie das komplette Dach werden ebenfalls erneuert. Des Weiteren erfolgen in beiden Häusern geringfügige Umbauarbeiten in den Wohnungen, um deren Zuschnitte zu verbessern. Die Installation wird erneuert und der Innenausbau neu gestaltet.

Sanierung der historischen Torpfeiler
In der Schulstraße 6 werden die öffentliche Zufahrt des Grundstücks, das der Stadt gehört, und die historischen Torpfeiler saniert und das Tor neu gebaut. Durch das Tor kommt man auf die Grundstücke Kerstingstraße 2/3 und Schulstraße 5.Hans-Jürgen Kowalzik

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