Spende : Flüchtlingskinder freuen sich auf Schule

Stadtwerkechef Edgar Föniger (l.) und Gunnar Quaas mit Flüchtlingskindern.
Stadtwerkechef Edgar Föniger (l.) und Gunnar Quaas mit Flüchtlingskindern.

Güstrower Stadtwerke spenden 500 Euro für Schulranzen - Im Gegenzug helfen die Flüchtlinge beim Aufbau des Weihnachtsmarktes in Lohmen

svz.de von
26. November 2015, 00:00 Uhr

Treffpunkt gestern in Lohmen im ehemaligen Mecklenburg-Hotel. Strahlende Kinderaugen begrüßten die Gäste, die nicht so oft in ihr vorübergehendes Zuhause kommen. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt dort eines von insgesamt vier Notunterkünften für Flüchtlinge und erhielt einen Scheck über 500 Euro von Edgar Föniger, Geschäftsführer der Stadtwerke Güstrow.
„Soziales Engagement ist uns wichtig“, sagt der Geschäftsführer. Die Stadtwerke werden darum in diesem Jahr keine Weihnachtspost verschicken und das so eingesparte Geld an verschiedene Einrichtungen geben.

In der Flüchtlingsunterkunft in Lohmen sind insgesamt 105 Erwachsene und Kinder untergebracht, vorrangig Familien. Die 31 schulpflichtigen Kinder sollen bald auch die Schule besuchen. „Für sie wollen wir Schulranzen und Federtaschen kaufen“, sagt Gunnar Quaas, Leiter für die Heime in Jördenstorf und Lohmen.

Die Kinder wollten gerne auch einen Beitrag leisten und erfreuten die Besucher mit Liedern in arabischer Sprache. Erst am 2. November sind die Familien hier eingezogen, zumeist kamen sie aus Jördenstorf. Nun erhalten sie drei Mal in der Woche Deutsch-Unterricht. Die ersten Bewohner seien bereits anerkannte Flüchtlinge und müssten jetzt nur noch ihren Pass beantragen, um für drei Jahre eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, erklärt Quaas. Wege zum Jobcenter, Krankenkasse und vielem mehr sind dann nötig. „Die Männer können jeden Tag Fußball spielen und jeden Donnerstag mit der heimischen Mannschaft trainieren“, berichtet Gunnar Quaas.

Jetzt wurden sie auch vom Bürgermeister angefragt, ob sie beim Aufbau des Weihnachtsmarktes helfen. „Das wollen wir gern tun“, so Gunnar Quaas.

Die Stadtwerke Güstrow werden außerdem noch 500 Euro an die Villa Kunterbündnis für ein Projekt mit tauben Eltern und hörenden Kindern spenden. Zudem soll die Volkssolidarität 250 Euro für ein Kinderkarussell auf ihrem Weihnachtsmarkt bekommen.  



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