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Integration : Flüchtlingen neue Heimat näher gebracht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Unternehmer organisiert für Flüchtlingsfamilien aus Krakow am See und Charlottenthal Erkundungstour durch Region

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 06:00 Uhr

„Integration müssen wir vor Ort leisten“, ist Peter Voss überzeugt. „Jeder einzelne für sich.“ Gesagt, getan. Der Inhaber der Geo Consult, einem in Güstrow beheimateten touristischen Dienstleistungsunternehmen, lud deshalb am Sonntag Flüchtlingsfamilien aus Krakow am See und Charlottenthal zu einer Rundtour durch die Region ein. Mit ins Boot holte sich Voss das Goldberger Busunternehmen Bathke. Gemeinsam sponserten sie den Flüchtlingen einen ereignisreichen Tag.

„Ich wollte den Flüchtlingen zeigen, wo sie hier überhaupt sind, ihnen ihre neue Heimat näher bringen“, schildert Voss, der mit seiner Firma Reiseleitungen für mehr als 100 Busunternehmen bei Reisen nach und durch MV organisiert. Bei der Tour am Sonntag in die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz übernahm er persönlich die Reiseleitung. Zudem hatte er noch einen arabischen Dolmetscher für die vor allem aus Syrien und Afghanistan stammenden Familien besorgt.

Los ging es morgens in Krakow am See, durch die Landschaft über Goldberg und Malchow nach Waren/Müritz. 30 Flüchtlinge waren mit dabei, die Hälfte Kinder und Jugendliche. Den Kontakt zu ihnen hatte Voss über die Junge Gemeinde Krakow am See hergestellt. „Beim Einsteigen waren sie noch sehr scheu, aber dann sind sie langsam aufgetaut“, sagt Voss. In Waren gab es für alle eine Bootstour und anschließend einen Rundgang durch die Stadt. „Beim Spaziergang durch Waren wurde unsere große Gruppe von einigen Passanten angesprochen. Als wir ihnen erzählten, worum es sich handelt, gab es durchweg positive Resonanz. Die Leute fanden die Aktion gut und waren sehr aufgeschlossen. Das hat mich gefreut“, berichtet der Reiseleiter.

Gleichzeitig seien die Flüchtlingsfamilien immer aufgeschlossener geworden. „Sie waren fröhlich und auch ergriffen und dankbar“, hat Voss festgestellt. Eines der Mädchen habe englisch gesprochen. Sie sagte im Namen der anderen am Ende der Tour: „Wir sind sehr dankbar, von ganzem Herzen.“ Auf dem Rückweg von Waren nach Krakow am See ging es noch über Basedow. Hier gab es im alten Schafstall Kaffee und Kuchen.

Voss ist mehr als zufrieden mit seiner Tour für die Flüchtlinge. „Jeder einzelne ist aufgefordert, auf die Leute zuzugehen, damit sie sich bei uns aufgenommen fühlen. Dann ist ein wichtiger Schritt zur Integration geschafft“, sagt er.

Informationen rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier

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