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Jahresrückblick IV : Flüchtlinge bessern Bilanzen auf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das vierte Quartal


Oktober


• Der Landkreis schließt den Wertstoffhof am Güstrower Pfahlweg und kündigt zum Jahresende auch das Aus für den Standort Rövertannen an. Es droht nach dem Jahreswechsel ein zeitweises Loch für die Kreisstadt. Doch der Landkreis schafft es: Am 4. Januar öffnet der neue Standort Industriegelände.

• Neue Brücke, neuer Fischaufstieg bei Parum: Die Nebel wird von der Ostsee bis zum Krakower See für Fische durchlässig.

• Der Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2016 wirft seine Schatten voraus: Sieben Güstrower werben als Botschafter für das Großereignis am zweiten Juli-Wochenende.

• Die „Gleviner Ecke“ feiert Richtfest. Im nächsten Jahr soll Einzug sein am prägnanten Zugang zur historischen Güstrower Altstadt.

• Die Schweriner Volkszeitung startet ihre neue Heimatserie. Wöchentlich werden „Wir in…“ vorgestellt – alle Landgemeinden im Verbreitungsgebiet der Lokalredaktion Güstrow, das ist der Altkreis Güstrow, wie er bis 1994 bestand.

• Nach 25 Jahren endet die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Güstrow und Rotenburg/Wümme – klammheimlich, und mit einigem Befremden.

• Der Flughafen Laage sieht sich im Aufwind: 10 Prozent mehr Fluggäste binnen einen Jahres.

• Aus der Kirche Schlieffenberg gestohlene Orgelpfeifen tauchen wieder auf: bei dem Schrotthändler, bei dem auch schon die Glocke von Ridsenow in Trümmern gefunden wurde. Diesmal alarmiert der gleich die Polizei.

• In Bülower Burg wird der Ausbau des Brunnenweges abgeschlossen.

• Die Kirchgemeinde Lohmen richtet in Zehna ein Begegnungszentrum für alle Einwohner ein.

• Ein privater Investor plant vor den Toren Güstrows die größte Asylunterkunft des Landes. Stadt und Landkreis weisen das Ansinnen zurück.

• Krakow am See strebt als Luftkurort eine „strategische Allianz“ mit Dobbin-Linstow und Kuchelmiß zur wirksameren Vermarktung als Tourismusstandort an.

• Immer wieder machen Gerüchte die Runde, die sich um Flüchtlinge ranken: Schafe aus dem Wildpark gestohlen, Tuberkulose breitet sich aus… Wirklich Sorgen haben Heimbetreiber und Anwohner tatsächlich kaum.


November


• Alle paar Jahre wieder wird der Fortbestand der Schulen in Krakow am See und Lalendorf diskutiert. Die Schülerzahlen reichen nicht. Hoffnung gibt dem Amtsausschuss ein neuer Landesraumentwicklungsplan.

• Die Mühlenstraße, wichtiges Sanierungsvorhaben in Güstrows Altstadt, wird übergeben.

• Die Güstrower Stadtvertreterin Karen Larisch erhält den Courage-Preis der Landtagsfraktion Die Linke.

• Der Regionale Planungsverband streicht seine Vorschlagsliste für Windrad-standorte zusammen. Fader Beigeschmack: statt Linstow ist jetzt Zietlitz/Groß Bäbelin im Gespräch.

• Was bisher undenkbar schien, macht Güstrows Stadtvertretung ab Januar möglich: Einwohnerfragestunden auch zu solchen Themen, die auf der Tagesordnung stehen.

• Im Kattrepel in Güstrow wird eine alte Baulücke geschlossen.

10. November: Güstrow betrauert den Tod seines Ehrenbürgers Helmut Schmidt. Schmidt hatte als Bundeskanzler mit seinem Besuch der Barlachstadt zu weltweiter Beachtung verholfen.

• Auf Schloss Güstrow wird die neue Schau „Außer Kontrolle!“ mit subversiver Kunst aus der DDR eröffnet.

• Pferderücker atmen auf: Das Land will das traditionelle forstliche Handwerk weiter unterstützen.

• Die Polizei stellt fünf Jugendliche, die im Verdacht stehen, mehrere Gartenlauben in Güstrow angezündet zu haben.

• Die Flüchtlings-Notunterkunft in Mühlengeez ist unerwartet vorzeitig leer. Das Land hat die Registrierung und Unterbringung der Ankömmlinge offenbar in den Griff bekommen.

• Diese Nachricht ist nicht neu: Die Sanierung des Schlosses Güstrow kann beginnen. Jetzt aber soll sie stimmen – ab 2017.

• In der Plauer Straße in Krakow am See richtet das DRK seine neue Sozialstation.

• Die Landes-AfD macht Parteitag in Güstrow – und der gastgebende Hotelier Erich-Alexander Hinz setzt mit einem Facebook-Post ein Zeichen für Toleranz und Aufgeschlossenheit.

• Die SVZ startet ihre Weihnachtscharity-Aktion: Leser packen Päckchen für bedürftige Kinder.

• Große Gemeinschaftsaktion in Krakow am See: Viele bauen mit am „Seniorenweg“.


Dezember


• Gisela Scheithauer und Elisabeth Taetow – zwei Güstrowerinnen werden von Ministerpräsident Sellering am Tag des Ehrenamtes ausgezeichnet.

• Ein fünf Jahre währender Rechtsstreit der Stadt Güstrow mit der Betreiberfirma Eurawasser und dem Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg um das Klärwerk in Parum wird per Mediation beigelegt.

• Ein Selbstversuch der SVZ-Lokalredaktion macht ein Problem deutlich: Mehr als 50 Hundehaufen finden sich an einem einzigen Tag allein auf den Gehwegen der historischen Altstadt. Die Stadtverwaltung sieht sich weitgehend machtlos.

• Der Diakonieverein Güstrow feiert sein 25-jähriges Bestehen.

• Der Kreistag wählt die künftige Vize-Landrätin: Anja Kerl (SPD). Die größere Hürde für die neue Beigeordnete, die den im Januar scheidenden Rainer Boldt beerbt, war die parteiinterne Kandidatur. Mit der galt die 40-Jährige als „gesetzt“.

• Der Landkreis will die feuerwehrtechnischen Zentralen in Güstrow und Kägsdorf schließen und stattdessen eine neue, zentral gelegene bei Kavelstorf bauen.

• Kontrovers diskutiert Güstrows Stadtvertretung das Konzept für Sanierung und Neuausrichtung des Freizeitbades „Oase“. Am Ende bestimmt die Mehrheit: Es soll doch wieder eine (kleinere) Rutsche geben.

• Noch ist nichts beschlossen, aber durch Bürgermeister Schuldt schon angekündigt: Güstrow wird seine Gewerbesteuer erhöhen, da ein Defizit im Haushalt 2016/17 droht.

• Flüchtlinge schönen die Bilanzen: Die Barlachstadt hat wieder mehr als 30  000 Einwohner – 1149 ausländischen Mitbürgern sei Dank. Und in Diekhof bremsen die Flüchtlinge die Not und die Lust an einer Fusion mit Laage.

• Fast schien es schon, als hätte sich das Thema erledigt, doch dann machte der Innenminister Druck: Die Krakower Stadtvertreter bringen Schadensersatzansprüche in der Wokra-Affäre auf den Weg. Gegen wen und in welcher Höhe soll sich noch zeigen.

• Erfolgreicher Abschluss der SVZ-Leser-Weihnachtsaktion mit einer Geschenkestunde für 46 Kinder.

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