Flickschusterei auf Güstrows Straßen

Auf der Goldberger  Straße in Güstrow verfüllte gestern Jens Kägebein Schlaglöcher mit Kaltmischgut. Foto: Regina Mai
Auf der Goldberger Straße in Güstrow verfüllte gestern Jens Kägebein Schlaglöcher mit Kaltmischgut. Foto: Regina Mai

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07. Januar 2013, 06:17 Uhr

Güstrow | Alle Hände voll zu tun haben die Mitarbeiter der Straßenmeistereien. Der Winter hat bereits ganze Arbeit geleistet. Schnee und Eis im Dezember haben dem Asphalt mächtig zugesetzt. Ergebnis: Schlagloch an Schlagloch in der Rostocker Chaussee, der Goldberger Straße, Eisenbahnstraße, Wallensteinstraße und Weinbergstraße in Güstrow, ebenso auf der Breesener Straße in Laage, auf der B 108 zwischen Laage und Breesen und genauso zwischen Liessow und Breesen sowie auf der Kreisstraße 6 innerhalb von Bützow.

Gestern Mittag füllten Lothar Buchhorn und Jens Kägebein zwei große Schlaglöcher auf der Goldberger Straße ganz in der Nähe der Kreuzung mit der Plauer Straße. Zuvor waren die beiden Männer bereits in der Neukruger Straße in Güstrow tätig geworden. Auf ihrem Plan stand als Nächstes die B 108. "Wir versuchen mit Kaltmischgut die gröbsten Schäden zu beseitigen", betont Burkhard Kohn. Allerdings wisse man, dass das keine Lösung auf die Dauer ist. Je nach Witterung können sich die Löcher schon nach Tagen wieder bilden, fügt der amtierende Leiter des Straßenbauamtes Güstrow hinzu. Zu den Schwerpunkten gehöre u.a. der Abschnitt der B 108 bei Laage. Hier sei dringend mehr als nur Flickschusterei notwendige. Vielleicht in diesem, vielleicht im nächsten Jahr, sagt Kohn. Die Rostocker Chaussee in Güstrow werde man bis zum Beginn der großen Sanierung im Frühjahr immer wieder ausbessern. Als besonderen Problemfall benennt Kohn hier eine Verbreiterung aus vergangenen Jahren, wo es immer wieder bröckeln würde.

Insgesamt sieht der amtierende Leiter des Straßenbauamtes die Flickarbeiten derzeit im normalen winterlichen Rahmen. Dies betont auch Wolfgang Kraatz, stellvertretender Landrat, hinsichtlich der Kreisstraßen. Auch hier sei mit den Flickarbeiten begonnen worden. Kraatz nennt Liessow und Breesen sowie Bützow als Schwerpunkte zu Beginn der Woche. "Das Flicken mit Kaltmischgut ist nichts Vernünftiges. Wir müssen es dennoch machen, damit riesige Löcher nicht zur Gefahr werden", meint Kraatz. Wo kurzfristig keine Abhilfe geschaffen werden könne, postiere man am Straßenrand Schilder, die auf die Schäden hinweisen.

Ein solches steht in Güstrow u.a. an der Eisenbahnstraße. Schon seit dem 2. Januar seien Mitarbeiter des Baube triebshofes dabei die Winterschäden auf den Straßen zu beseitigen. Gestern noch sollte die Eisenbahnstraße an der Reihe sein, hieß es aus dem Güstrower Rathaus. Laufend würden immer neue Schlaglöcher erfasst und dann ebenfalls mit Kaltmischgut wieder geschlossen, ein Prozess, der sich mit Blick auf nun wieder angekündigtes richtiges Winterwetter fortsetzen wird.

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