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Seniorentag Güstrow : Fit für den Straßenverkehr

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Verkehrswacht, Polizei und Rebus verfolgen das gleiche Ziel: Mobilität und Sicherheit im Alter

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 16:24 Uhr

Eine Gruppe Seniorinnen war gestern gemeinsam auf den Güstrower Marktplatz gekommen, um sich Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit ihrem Rollator zu holen, denn Verkehrswacht, Polizei und Rebus hatten zu einem ersten gemeinsamen Seniorentag in der Barlachstadt eingeladen.

„Der Rollator ist schon eine tolle Erfindung. Bis vor fünf Jahren habe ich ihn noch gar nicht gebraucht, doch dann machte die Hüfte Probleme und nun bin ich froh, dass ich ihn habe“, sagte Anneliese Fuchs gestern, nachdem sie gemeinsam mit Thomas Karmelita, Ausbildungsleiter bei Rebus, das Aus- und Einsteigen in den neuen Stadtbus trainierte.

„Das hier ist ein Prototyp – er hat im Fahrgastraum deutlich mehr Platz für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen“, erklärt Karmelita, der im Moment alle 200 Busfahrer der Region im Umgang mit Senioren schult. „Es ist einfach für beide Seiten wichtig zu wissen, wie man beispielsweise mit Gehhilfen richtig umgeht“, erklärt der Rebus-Mitarbeiter und Rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel fügt hinzu: „Unsere Fahrer müssen bei den Schulungen auch mal selbst auf einem Rollator Platz nehmen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das für unsere Fahrgäste beispielsweise in Kurven anfühlt.“

Zum ersten Mal ist auch die Verkehrswacht bei einer solchen Präventionsveranstaltung mit an Bord. „Wir verfolgen alle das gleiche Ziel, betreiben Prävention – warum sollten wir also nicht zusammenarbeiten“, macht Sabrina Heinrich, Vorstandsvorsitzende der Verkehrswacht Güstrow, deutlich. Als sie gerade mit der Planung für den Seniorentag begonnen hatte, ereignete sich der Unfall auf der Goldberger Straße, bei dem eine Seniorin tödlich verletzt wurde. „Das hat mich in der Entscheidung auf jeden Fall bestärkt“, sagt Heinrich weiter. Auch Karsten Hamann, Präventionsbeamter der Polizeiinspektion Güstrow, erinnert an den den tödlichen Unfall und wünscht sich eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer.

„Wir möchten unsere Senioren mobil machen, ihnen Hinweise an die Hand geben, damit sie sich trauen am Straßenverkehr teilzunehmen. Dafür zeigen wir ihnen die richtige Handhabung der Rollatoren und geben Tipps, wie Hindernisse bewältigt werden können“, sagt der Polizeibeamte. Das auch Pflegepersonal zum Seniorentag gekommen ist freue ihn sehr.

Unter ihnen ist auch Katharina Sachse. Die Pflegeassistentin machte gestern den Selbsttest. „Wenn ich es selbst ausprobiere, dann kann ich es auch den Senioren besser erklären“, sagt Sachse, nachdem sie ihren Rollator–Führerschein gemacht hat. Wichtig war ihr gestern auch der Austausch mit den Kollegen sowie den Verantwortlichen von Verkehrswacht, Polizei und Rebus.

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