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Kirch-Rosiner See : Fische sollen wieder durchkommen

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Zwischen Kirch Rosin und Mühl Rosin entsteht gegenwärtig eine Fischaufstiegsanlage, die wegen ihres Höhenunterschieds zu den größten in Mecklenburg-Vorpommern zählt. Die Arbeiten sollen laut Plan Ende 2012 beendet sein.

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erstellt am 15.Mär.2012 | 10:40 Uhr

Kirch Rosin | Zwischen Kirch Rosin und Mühl Rosin entsteht gegenwärtig eine Fischaufstiegsanlage, die wegen ihres Höhenunterschieds zu den größten in Mecklenburg-Vorpommern zählt. "Mit dieser Maßnahme, die der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie’ dient, soll die ökologische Durchgängigkeit zwischen der Nebel und dem Teuchelbach, dessen Wasser den Inselsee und die Nebel speist, wieder hergestellt werden", erklärt Edgar Held, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes (WBV) "Nebel". Sein Verband ist Träger des vom Europäischen Landwirtschaftsfonds geförderten Projekts. Der zirka drei Meter hohe Absturz am alten Verteilerwehr unterhalb des Auslaufs vom Kirch-Rosiner See verhindert bisher das ungehinderte Passieren von Fischen und Wirbellosen in diesem Gewässerabschnitt.

Höhenunterschied von mehr als sechs Metern überwinden

"Abhilfe sollen zwei Fischaufstiegsanlagen schaffen, die in dem zirka einen Kilometer langen Hochwasser-Entlastungsgraben entstehen. Damit wird ein Höhenunterschied von mehr als sechs Metern zwischen dem Kirch-Rosiner See und der Nebel überwunden", erläutert Uwe Sauer vom Planungsbüro "Kulta". Von Stufe zu Stufe werde ein Unterschied von acht Zentimetern abgebaut. Mit der kleineren Fischaufstiegsanlage werden 90 Zentimeter, mit der größeren, die aus 58 Stufen besteht, noch einmal über fünf Meter Höhenunterschied überwunden.

Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist ein Rückbau des alten Doppelwehres. An seiner Stelle entsteht das Einlaufbauwerk der Fischaufstiegsanlage, verbunden mit einer Schwelle für den Hochwasserüberlauf. Der andere Teil wird durch ein kleineres Wehr ersetzt, das künftig die Abflussverteilung zwischen dem Inselsee und der Nebel regelt. "Die Wasserverteilung erfolgt nach einem zwischen dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt und der Unteren Wasserbehörde abgestimmten Management-Plan entsprechend der aktuellen Abflusssituation des Teuchelbachs. Nach Fertigstellung der baulichen Anlagen wird das Vorhaben in den Folgejahren wissenschaftlich begleitet, um die Effizienz und Wasserverteilung sicherzustellen und zu optimieren", erklärt Sauer.

Die Arbeiten, die Ende Oktober vergangenen Jahres begannen, sollen laut Plan Ende 2012 beendet sein. "Wir sind gut vorangekommen. Der strenge Frost im Februar ist uns entgegengekommen, so dass wir durcharbeiten konnten", sagt Norbert Haertle, Geschäftsführer der Laager Tief- und Rohrleitungsbau GmbH. Wenn alles weiter so gut laufe, könne die Maßnahme bereits im Mai abgeschlossen werden, ergänzt er. So konnte der kleinere Aufstieg am Wald bereits komplett fertig gestellt werden. Zurzeit arbeitet der Bagger am Fischaufstieg am Verteilerwehr.

Gibt es in dem Gewässer überhaupt Fische, die die Treppe nutzen können? Die Männer bestätigen es. "Unterhalb des Wehres haben wir Krebse, Aale und Saiblinge gefunden", sagt Haertle.

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