Krakow am See : Firmen-Beteiligungen: Amt lässt managen

Beratung für Amtsvorsteher Wilfried Baldermann (l.) und Ehrenamtliche in den Gemeindevertretungen leistet künftig die GBV mit Geschäftsführer Matthias Dankert.
Beratung für Amtsvorsteher Wilfried Baldermann (l.) und Ehrenamtliche in den Gemeindevertretungen leistet künftig die GBV mit Geschäftsführer Matthias Dankert.

Organisation des Beteiligungsmanagements im Amt Krakow am See an externes Unternehmen ausgelagert.

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14. März 2018, 05:00 Uhr

Mit dem sogenannten Beteiligungsmanagement hat der Amtsausschuss Krakow am See jetzt die Schweriner Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH (GBV) beauftragt. Mit diesem Instrument soll eine fachgerechte Beratung und Betreuung von Vertretern der Gemeinden in den kommunalen Unternehmen und Einrichtungen und ihren Organen gewährleistet werden.

Die GBV versteht sich als ein Dienstleistungsunternehmen. Von der Schweriner Stadtvertretung vor 15 Jahren ausgelagert, kümmert sich das selbst 100-prozentig kommunale Unternehmen um 33 direkte und indirekte Beteiligungen der Landeshauptstadt, erläutert Geschäftsführer Matthias Dankert. Unterstützt werden soll dabei insbesondere das Zusammenspiel von Geschäftsleitungen und Aufsichtsräten. Das Spektrum reicht von Schulungen und Beschlussempfehlungen für Aufsichtsräte und Gemeindevertreter bis hin zur Koordination der Wirtschaftspläne der Unternehmen mit den Haushaltsplanungen der Gemeinden. Dankert: „Sie sollen mit den Unternehmen auf Augenhöhe sprechen. Dabei wollen wir das Amt unterstützen.“

Das Beteiligungsmanagement ist eine Pflichtaufgabe für die Gemeinden, vorgegeben durch die Kommunalverfassung. Da die Gemeinden keine eigene Verwaltung haben, ist diese Aufgabe durch das Amt zu organisieren. Für die Krakower Amtsverwaltung sei es jedoch „schwierig, solch eine Stelle kompetent zu besetzen“, erklärt Lalendorfs Bürgermeister, Reinhard Knaack. Da solle man das lieber extern regeln lassen. Jeweils 25 000 Euro für diese Dienstleistung hat der Amtsausschuss für dieses und für das kommende Jahr zunächst veranschlagt. Eine Erhöhung der Amtsumlage sei deshalb aber nicht erforderlich, da das Geld aus der Rücklage entnommen werden könne, heißt es.

Obwohl bereits im Dezember 2017 durch den Amtsausschuss beschlossen, sind offenbar Fragen offen geblieben. Krakows Bürgermeister, Wolfgang Geistert: „Ich weiß nicht so recht, was uns das nützt und was das kostet.“ Als Gemeindevertreter müsse man sich ja sowieso mit den Themen auseinandersetzen. Thomas Ackermann, Lalendorf, beschäftigt die Frage, ob denn die GBV auch für ihre Beratungsarbeit hafte.

Nein, so Dankerts Antwort, die Entscheidungsverantwortung und damit auch die Haftung verbleibe bei den Kommunalvertretern. Bürgermeister Knaack stellt klar: „Die GBV ist kein Ersatz für die Gesellschafter der jeweiligen Unternehmen beziehungsweise Kommunalvertretungen.“ Amtsvorsteher Wilfried Baldermann, Dobbin-Linstow: „Ich bin überzeugt, dass dies den Kommunalvertretern mehr Sicherheit in ihren Entscheidungen verleihen wird.“

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