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Vereine in der Region : Firefighters, Oldtimer und Babybörse

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Umfangreich sind die Betätigungsfelder im Feuerwehrverein der Barlachstadt Güstrow.

Wenn die Freiwillige Feuerwehr der Barlachstadt Güstrow 2018 ihr 150-jähriges Jubiläum mit den Einwohnern übers ganze Jahr feiert, ist auch der Feuerwehrverein in fast alle Aktivitäten involviert. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der unsere Feuerwehr nach Kräften materiell und immateriell unterstützt“, formuliert Vereins-Vize Klaus Dieter Pulss. Viele Kameraden, die der Wehr angehören, sind auch Mitglieder im Verein. Interessenten finden ein breites Betätigungsfeld, das von Feuerwehrsport über doe Organisation von Veranstaltungen bis zur Pflege und Wartung von Feuerwehr-Oldtimern reicht.
 

Beispielsweise trainieren acht Kameraden als Mecklenburger Firefighters unter dem Dach des Vereins für Wettkämpfe im Feuerwehrsport. So wurden die Güstrower 2015 beim „härtesten Feuerwehrwettkampf der Welt“ als bestes Team unter den Freiwilligen Feuerwehren geehrt. Die Plätze davor hatten ausschließlich Berufsfeuerwehren belegt. Aufgefallen sind die Mecklenburger Firefighters auch beim Güstrower Osterlauf, als sie die Staffelrunden in voller Eisatzmontur mit Helm, dicker Jacke und Handschuhen bewältigten.

Eine weitere Aufgabe sieht der Verein bei der Förderung von Projekten und der Organisation von Veranstaltungen für die freiwillige Feuerwehr. So engagieren sich die Mitglieder u.a. bei der Vorbereitung der Stiftungs- und Sommerfeste. Gleichzeitig werden Projekte entwickelt und mit der Unterstützung von Partnern umgesetzt, wie jüngst „Feuerwehr digital 2.0“ mit der Wohnungsgesellschaft (SVZ berichtete), „Wir sichern die finanzielle Ausstattung, indem wir Spenden akquirieren und unsere Mitgliedsbeiträge einsetzen“, sagt Wehrführer Markus Paschen, der auch dem Verein vorsteht. Zum zweiten Mal organisierte der Verein in diesem Jahr eine Babybörse im Feuerwehrhaus. Zirka 550 Besucher hatten die 43 Stände umlagert und zeigten sich sehr angetan von der Veranstaltung, die fortgeführt werden soll. Auch in den Arbeitsgruppen des Festkomitees zur Vorbereitung des Feuerwehrjubiläums sind Vereinsmitglieder aktiv und bringen sich mit ihrem Organisationstalent ein.

Eine wichtige Aufgabe ist der Betrieb der Feuerwehr-Remise, in der vorwiegend in der DDR eingesetzte Fahrzeuge und Löschtechnik gepflegt und gewartet werden. „Wir sind kein Museum, aber es ist uns wichtig, die Originalität der Exponate zu bewahren“, sagt Klaus-Dieter Pulss. Etwa 15 Kameraden kümmern sich als „harter Kern“ um W 50, LO, B 1000 oder den Wartburg 353, der als Einsatzleitwagen diente. Dass alle acht Fahrzeuge einsatzbereit – wenn auch nicht TÜV-geprüft – sind, gehört zum selbst gestellten Anspruch der Gruppe. „Wir verfügen über einen großen Wissensschatz. Die Kameraden kommen aus vielfältigen Berufen, das hilft sehr“, bestätigt Pulss. Wie zum Beispiel Wolfgang Gabriel, der früher als Meister bei der PGH „Motor“ gearbeitet hat. Sein ehemaliges Meisterbüro in der Halle wird gerade zum Kleiderfundus umgebaut.

Das ist das Reich von Anja Wangerin, in dem sie die zu den Einsatzfahrzeugen passende Feuerwehrbekleidung aufbewahrt. „In der Wendezeit anfang der 1990er-Jahre wurde vieles entsorgt, das müssen wir jetzt wieder mühsam sammeln“, sagt sie.
Die junge Frau hat ein Ziel. Bis zum 8. Juni, wenn die historische Schauübung auf dem Markt im Kalender steht, will sie einen Überblick über ihre Bekleidungsstücke haben. Und auch die acht ehemaligen DDR-Fahrzeuge aus der Feuerwehr-Remise werden bei der großen Fahrzeugparade am 9. Juni mit dabei sein.



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