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Güstrower Anzeiger

24. Oktober 2017 | 11:43 Uhr

Lüssow : Film über Mobbing gedreht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gelungene Premiere für Arbeit von Jugendlichen aus Lüssow und Groß Schwiesow / Thema weiter diskutieren

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Ein Spielplatz in Lüssow. Jugendliche spucken nacheinander auf eine Rutsche. Oben ist Nele. Vor der Rutsche steht Kassandra mit dem Handy und will fotografieren. „Rutsche“, ruft sie und wiederholt es zweimal als sich Nele nicht rührt. Ein Junge schubst sie dann und Nele rutscht. Kassandra drückt den Auslöser und sagt höhnisch lachend: „Schon auf Facebook!“

Eine von vielen Szenen, in denen Nele gepeinigt wird. Von Schülern ihrer neuen Klasse, denn Nele ist aus Rostock nach Lüssow gezogen. Auslöser fürs Mobbing ist eine Szene im Jugendklub. Als Nele sich Kassandra nähert, stolpert sie und verschüttet Saft auf Kassandras neues iPhone. Eine Odyssee beginnt. Das Mädchen kommt nicht mehr zur Ruhe…

Die Geschichte von Nele, dem Opfer, und Kassandra, der Anführerin der Peiniger, findet so oder ähnlich in vielen Schulen statt. Hier ist es aber Teil des Films „… wo nichts mehr weh tut“. Am Freitagabend hatte er im Gemeindezentrum Lüssow vor Schülern, Eltern und Großeltern seine gelungene Premiere. In dem Streifen geht es um Streit, Schlichtung und Mobbing unter Jugendlichen im Alter von zwölf und 13 Jahren. Jugendliche aus Lüssow und Groß Schwiesow drehten ihn dort, wo sie leben. Die Idee (wir berichteten) entstand in der „Aktion Mensch“ im Projekt „Starke Kinder – stark fürs Leben“. Dort trafen sich Jugendliche regelmäßig und behandelten verschiedene Themen. Das Thema „Mobbing“ wollten sie vertiefen. Die Dreharbeiten dauerten zwei Monate. Unterstützt wurden die Jugendlichen vom Rostocker Medienpädagogen und Filmregisseur Mark Auerbach.

Der Film hatte wie im wirklichen Leben, nicht wie oft im Kino, kein glückliches Ende. Die Jugendlichen wollen mit Film zum Nachdenken anregen und ihn auf der Homepage des Groß Schwiesower Freizeit- und Kulturtreffs ins Internet stellen. Dörte Schmidt, Amtsjugendpflegerin im Amt Güstrow-Land: „Wir möchten ihn aber auch in Schulen und Jugendklubs zeigen und mit den Jugendlichen diskutieren.“

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