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Güstrower Traditionsfahne : Filigranes Handwerk an Traditionsfahne

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Sportchronisten schauten der Restauratorin über die Schulter. Ende April vielleicht Übergabe des Traditionstuches.

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die Sanierung der Fahne des Güstrower Arbeiter-Turn-Vereins von 1894 schreitet voran. Davon überzeugten sich diese Woche die Sportchronisten Uwe Zicker, Hanna Büchner, Manfred Apportin und Rudi Schröder mit einem Besuch bei der Textilrestauratorin Eva Kümmel in Lübeck. Dabei konnten sie der Restauratorin bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Vergangenes Jahr hatten die Güstrower Sportchronisten zu einer Spendenaktion aufgerufen, um die historische Fahne, an der der Zahn der Zeit schon deutlich genagt hatte, zu retten. Anfang 2017 konnten sie den erfolgreichen Abschluss der Spendenaktion vermelden. Dabei wären rund 60 Prozent der zusammengekommenen 5000 Euro, die als Kosten veranschlagt waren, aus privaten Häusern gekommen, berichtet Uwe Zicker. Desweiteren hätten mehrere Güstrower Unternehmen zu dem Erfolg beigetragen.

Tatsächlich habe man vor Ort erfahren, dass der Aufwand für die Restauratorin, die schon seit einigen Wochen an dem Stück arbeite, sogar noch höher werden würde. „Ganze Abschnitte des Tuchs müssen mit neuem Garn eingenäht werden, da das vorher gedachte Kleben nicht geht“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Und mit bis zu 20 Proben stimme sie die Exaktheit jeder einzelnen Farbe ab. Ein höheres Salär zu zahlen sei aber nicht erforderlich, „Vertrag ist Vertrag“, so Zicker.

Ende April, so denken die Sportchronisten, könnte das gute Stück fertig werden. Leider wäre es dann aber so, dass die Fahne nicht dauerhaft ausgestellt werden könne, so Zicker. Licht und andere Umwelteinflüsse würden sie erneut vorzeitig altern lassen. Zudem könne man das 1,20 mal 1,25 Meter abmessende Stück nur liegend lagern. Zicker: „Wir hoffen dennoch, dass sie bei bestimmten Anliegen gezeigt werden kann.“

Bei ihren Recherchen haben die Sportchronisten noch einige interessante Details über die Geschichte des Traditionsstückes erfahren. So müsse sie zwischen 1907 und 1919 gefertigt worden sein, was sich aus den Abbildungen schließen lasse. Doch leider seien in Bonn, wo das Stück gefertigt wurde, keine Unterlagen mehr auffindbar gewesen. Im Krieg sei alles verloren gegangen, hätten die Güstrower Sportchronisten erfahren müssen.







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