Weihnachtsmarkt : Feuriges Weihnachtsmarkt-Finale

„Fire Drake“ heizte den Besuchern zum Weihnachtsmarkt-Finale feurig ein.
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„Fire Drake“ heizte den Besuchern zum Weihnachtsmarkt-Finale feurig ein.

Rekordverdächtige zehn Tage: Nie so viel Regen / Akteure und Besucher trotzten unwirtlichen Bedingungen

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21. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Mit einer spektakulären Feuershow ging der Güstrower Weihnachtsmarkt gestern Abend ins Finale. „Fire Drake“ aus Rostock heizte als von der SVZ präsentierte Überraschung den Besuchern zu Rammstein-Klängen ein, mit Feuer nur so um sich spuckend und schleudernd. Das setzte einen versöhnlichen Kontrapunkt unter einen ansonsten rekordverdächtigen Weihnachtsmarkt: Noch nie, denkt Moderator Mario Kohlhagen, habe es auf einen Güstrower Weihnachtsmarkt so oft und ausgiebig herabgeregnet. Um so mehr wollte Kohlhagen die Händler, Schausteller und ihre Besucher für ihre Ausdauer bewundern, eingeschlossen die Darsteller und Künstler, die auf der Bühne zehn Tage lang unentwegt ihr Bestes gaben.

Allerdings, so manches musste auf Sparflamme bleiben, gerade am letzten Wochenende. Da mussten die Helfer der Arbeitsgruppe Weihnachtsmarkt nachts raus auf den Markt, um die Bühne, den Märchenwald und die Stände vor dem heraufziehenden Sturm zu sichern. Da schließlich auch für die Nacht zum Sonntag eine Unwetterwarnung einging, hielten die Veranstalter die Glühweinparty ebenfalls auf kleiner Flamme; die Sicherung ging vor.

Zuvor hatte das erst im Verlauf des Vormittags nachlassende Unwetter ohnehin nur die Unentwegtesten in die Güstrower Innenstadt gelassen. Kein Wunder, dass dann auch die Blindversteigerung der Geschenke, gestiftet von Sponsoren, nur schwer anlief. Doch Ulrike Nitzschke vom Vorstand des Gewerbevereins zog auch die mit Kohlhagen durch, wohl wissend, dass der Erlös als kleiner Grundstock schon für den nächsten kulturellen Höhepunkt in der Barlachstadt bereit stehen würde.

Besonders gefragt während der zehn Tage war natürlich der Weihnachtsmann persönlich. Regelmäßig bildeten sich bei seinen Sprechstunden scheinbar immer wieder nachwachsende Schlangen. „Der verdient ein Sonderlob für seinen unermüdlichen Einsatz in seiner Freizeit“, meint Axel Wulff. Der Vorsitzende des Gewerbevereins möchte unter dem Strich eine zufrieden stellende Bilanz ziehen. „Trotz des miesen Wetters wurde der Markt angenommen. Und solch eine Beleuchtung hat auch nicht jede Stadt“, findet Wulff. „Leider war es für den Kunsthandwerker nicht so ergiebig. In unserer Region ist vielleicht der Geldbeutel doch zu schmal für das Kunsthandwerk?“ Ein Glasbläser, der es versucht hatte, gab nach zwei Tagen ohne nennenswerten Umsatz seine Stellung auf.

Axel Wulff und seine Mitstreiter räumen heute den Platz vor dem Rathaus. „Im nächsten Jahr auf ein Neues. Jeder ist eingeladen, Ideen einzubringen.“

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