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Feuerwehr hilft : Feuerwehr hält Sabel zusammen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kameraden rissen Sonnabend in Freizeit einsturzgefährdete Scheune ab / Nachbarschaftshilfe wird im Dorf groß geschrieben

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Sie packen an, wo immer Hilfe nötig ist: die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sabel. So auch am Sonnabend. Zwölf Feuerwehrleute und freiwillige Helfer rissen kurzerhand eine einsturzgefährdete Scheune auf dem Grundstück einer 80-jährigen Dorfbewohnerin ab. Sie und ihr Sohn hatten die Kameraden um Hilfe gebeten. „Da haben wir gleich zugesagt“, sagt Wehrführer Gernulf Schneider. „Das ist für uns Nachbarschaftshilfe.“

Doch das sei nicht selbstverständlich, unterstreicht Ursula Müller, Leiterin der Seniorengruppe in Sabel. Die 13 Frauen treffen sich regelmäßig im Feuerwehrgerätehaus. „Die Kameraden opfern dafür ihre Freizeit. Immer wenn Hilfe gebraucht wird, geht die Feuerwehr ran und ist für uns da“, sagt sie. „Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.“ Für Ursula Müller steht fest: „Wenn wir die Feuerwehr nicht hätten, hätten wir hier nichts. Wir wären einsam und verlassen.“ Ihr Mann Siegfried Müller hat die Freiwillige Feuerwehr Sabel einst mit aufgebaut. Der aktuelle Wehrführer ist ihr Schwiegersohn.

Mit 20 Kameraden und neun Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr ist die Feuerwehr im kleinen Sabel eine starke Truppe. „Wir haben einen tollen Zusammenhalt und ziehen alle an einem Strang“, sagt der Wehrführer. Die feuerwehrtechnischen Einsätze sind wesentlich geringer, als die freiwilligen Einsätze für das Dorf. „Hilfsbereitschaft wird bei der Feuerwehr groß geschrieben. Wir haben viele ältere Leute im Dorf, die Hilfe brauchen“, sagt der 51-jährige Gernulf Schneider. Die Kameraden sorgen für den Zusammenhalt in Sabel. Jedes Jahr organisieren sie zudem drei große Feste: das Tannenbaumverbrennen nach Weihnachten, das Sommerfest und das Lampionfest im Herbst.

Am Sonnabend ging in Sabel alles sehr schnell. Um 7 Uhr gestartet, war die 25 Meter lange und sieben Meter hohe Scheune schon gegen 10 Uhr vollständig abgerissen. Die Agrarproduktion Sabel unterstützte die Kameraden dabei mit schwerer Technik. „Gut, das die alte Scheune weg ist. Beim nächsten Sturm wäre sie bestimmt eingefallen“, schätzt Schneider ein. Der ehrenamtliche Einsatz in ihrer Freizeit hat sich für die Kameraden aber auch gelohnt: für das Sommerfest der Feuerwehr gab es ein Wildschwein. „Es ist ein Geben und Nehmen im Dorf“, sagt Wehrführer Schneider.

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