200 000 Euro Schaden in Güstrow : Feuer wütet im Autolackierbetrieb

<fettakgl>Mitarbeiter Robert Awe</fettakgl> steht fassungslos vor dem ausgebrannten Auto.<foto>hans-jürgen kowalzik</foto>
Mitarbeiter Robert Awe steht fassungslos vor dem ausgebrannten Auto.hans-jürgen kowalzik

Gestern gab es immer noch ungläubige Gesichter. Um Mitternacht ging in der Werkstatt ein Pickup Dodge Ram in Flammen auf und brannte aus. Durch das Feuer wurden zehn weitere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.

svz.de von
25. Juli 2012, 06:52 Uhr

Güstrow | Gestern gab es immer noch ungläubige Gesichter im Autolackier-Fachbetrieb Gerd Handel im Lindbruch Güstrow. Um Mitternacht ging in der Werkstatt ein Pickup Dodge Ram in Flammen auf und brannte aus. Durch das Feuer wurden mehr als zehn weitere Fahrzeuge sowie der Werkstattraum in Mitleidenschaft gezogen. Die Freiwillige Feuerwehr Güs trow rückte mit sechs Einsatzfahrzeugen aus. Einsatzleiter Hannes Möller: "Als das erste Fahrzeug gegen 23.44 Uhr eintraf stand eine Rauchsäule über dem Betrieb. Wir mussten zuerst durch die gesprungenen Scheiben des Rolltores löschen. Wenig später ließ uns der Inhaber durch einen Seiteneingang in die Werkstatt. Zum Glück brannte nur ein Auto, so dass wir den Brand relativ schnell unter Kontrolle hatten." Der Feuerwehr gelang es auch, den Brandherd zu begrenzen und ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende BMW-Autohaus zu verhindern. Der Schaden wird auf ca. 150 000 Euro geschätzt. Inhaber und Geschäftsführer Gerd Handel setzt die Summe um 50 000 Euro höher an. Die Brandursachen ermittler waren bis gestern Nachmittag vor Ort. Sie schließen eine Brandstiftung aus und gehen von einem technischen Defekt als Brandursache aus.

Der letzte Kollege hatte Dienstag gegen 18 Uhr die Firma verlassen. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren alle Eingänge abgeschlossen. Allein schon aus diesem Grund gingen die Ermittler davon aus, dass sich keiner unberechtigt Zutritt in die Werkstatt verschaffen konnte.

Gerd Handel ist von dem Schaden natürlich nicht begeistert. "Das ist schon ein Schlag ins Kontor. Aber nicht nur wegen des Brandschadens sondern auch wegen der guten Auftragslage", schätzte er gestern Mittag die Lage ein. Den Autolackier-Fachbetrieb gibt es seit 1995 und das Geschäft laufe gut, sagte Handel. Umso mehr ärgern ihn der Brand und der Schaden, zumal in dem Betrieb die Sicherheitsparameter eingehalten werden.

Aber es kam gestern sofort Hilfe. "Marko Holm hilft uns. Wir können unsere Fahrzeuge in seinem Betrieb lackieren. Zwar mit etwas Zeitverzug. Aber das ist eine sehr gute Unterstützung unter Kollegen", so Gerd Handel. Fünf Kollegen aus dem Lindbruch arbeiteten daher gestern schon in der Langen Stege.

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