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Konzerthighlights in Güstrow : Festspiele zurück am Ursprung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Programm-Hochkaräter in Güstrow und Umgebung. Großes Barockkonzert im Dom als einer der Festspiel-Höhepunkte.

von
erstellt am 25.Apr.2016 | 21:00 Uhr

26 Jahre ist es her, dass das MDR-Sinfonieorchester im Dom zu Güstrow mit Bachs Orchestersuite Nr.  2 h-Moll ein Konzert gab. Es war am 24. August 1990 die grandiose Abschiedsvorstellung der Premierensaison der heutigen Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Längst haben sich die Festspiele zu einem der hochwertigsten Konzertreihen in Deutschland entwickelt, in deren Anfangsjahren auch der Güstrower Dom immer wieder mal Spielstätte war. Hinzu kamen das Renaissanceschloss und die Ernst-Barlach-Gedenkstätte mit eher Kammerkonzertcharakter, während das große Gotteshaus längere Zeit kein Gastspiel erlebte. „Dabei sind wir ausgesprochen gerne in Güstrow und dem Landkreis“, versicherte Dr. Markus Fein gestern in der Barlachstadt. Am 10. September kehren die Festspiele an diesen Ursprung zurück. Und der Festspiel-Intendant verspricht: „Was wir in diesem Jahr in Güstrow vorhaben, ist in diesem Kaliber ein Novum.“

„Pavillon Barock“ heißt es gleich viermal an diesem Sonnabend in Güstrow. Auf drei Tage (Schwerin am 9., Ludwigslust am 11. September) ist diese Schau auf die gesellschaftlichen Strömungen der Barock-Zeit angelegt. In Güstrow ist Beginn um 11 Uhr im Schloss mit Künstlern der Akademie für Alte Musik Berlin. Nach Klangexperimenten mit Barockinstrumenten um 14.30 Uhr ziehen die Musiker in den Dom um und spielen um 17 Uhr „Cantare!“. 20 Uhr ist dann der krönende Abschluss des Güstrow-Tages mit dem großen Orchester im Dom, u.a. erklingt Händels „Wassermusik“.

Knapp 20 Veranstaltungen sind für die Festspiele 2016 im Landkreis Rostock terminiert. Gleich doppelte Premiere feiert das Schloss Schwiessel. Erstmals Festspielort, gibt es in dem auch als Residenz für die Künstler restaurierten Haus zudem ein Adventskonzert. „Gerade die ländlichen Gebiete sind uns wichtig. Die Festspiele machen unsere Region noch wertvoller“, ist sich Karsten Pannwitt von der Ospa-Stiftung sicher. Die Stiftung gehört zu den wichtigsten Unterstützern, wenn die Festspiele im Landkreis Station machen. Landrat Sebastian Constien sekundiert: „Besucher und auch die Einheimischen können so nicht nur hochkarätige Musik, sondern mit ihr im Zusammenhang auch die historischen Gebäude, unsere alten Kulturgüter im Landkreis erleben.“

Für den Bützower gehören natürlich auch die Konzerte in Rühn und Bützow zu den Highlights. Markus Fein weiß: Da kommen Künstler mit dem Flugzeug z.B. aus Paris und freuen sich auf die besondere Ausstrahlung der Orte im ländlichen MV-Raum. Fein: „Unsere Festspielorte haben bei den Musikern einen hervorragenden Ruf.“

Allerdings: Für manche der Veranstaltungen gibt es schon eine Warteliste auf zurück gegebene Eintrittskarten. Ein Versuch an der Abendkasse vor Ort lohne sich aber oft dennoch.

Das gesamte Programm auf www.festspiele-mv.de

Tickets in allen Geschäftsstellen der SVZ und NNN

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