Energetisches Quartierkonzept : Fernwärme für Wohnblöcke

Die Rudolf-Harbig-Straße ist eine beliebte Wohngegend in Laage. Das soll auch künftig so bleiben.
Die Rudolf-Harbig-Straße ist eine beliebte Wohngegend in Laage. Das soll auch künftig so bleiben.

Energetisches Quartierkonzept für Schulkomplex und Rudolf-Harbig-Straße in Laage formuliert Ist-Zustand / Projekte für die Zukunft

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24. November 2015, 15:42 Uhr

Ein integriertes energetisches Quartierskonzept hat die Big-Städtebau als Sanierungsträger der Stadt Laage jetzt für der Schule „RecknitzCampus“ und die Rudolf-Harbig-Straße vorgelegt. Kurz zusammengefasst fällt die energetische Bilanz der Wohnblöcke besser als gedacht aus, weist die alte Sporthalle deutliche Defizite auf und ließe sich hier und da auch mit überschaubaren Mitteln etwas verbessern, so schätzt es Peter Lack, Büro-Leiter der Big-Städtebau ein.

Stadt, Wohnungsgesellschaften und die Stadtwerke Laage sitzen an einem Tisch und ziehen aus der Bilanz nun die Konsequenzen. „Wir kennen jetzt die Schwachpunkte und müssen insgesamt schauen, wie wir die Energiebilanz verbessern können“, betont Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst und fügt hinzu, dass man im Gespräch darüber sei, wie Dinge koordiniert und Synergieeffekte genutzt werden können. Im Verantwortungsbereich der Stadt fällt die schlechte Energiebilanz der alten Sporthalle ins Gewicht. Der Bau einerneuen Sporthalle werde bereits vorbereitet. Fördermittel seien beantragt, städtische Mittel in den Haushalt 2016 eingestellt, so Lochner-Borst.

Ein weiteres Thema ist die Wärmeversorgung im Quartier. „Wir wollen auf Fernwärme von den Laager Stadtwerken umstellen“, informiert LWG-Geschäftsführer Karl-Heinz Schwarz. Bislang sorgt eine erdgasbefeuerte Kesselanlage für Wärme in den Schulhäusern, Sporthallen und der Kindertagesstätte. „Wenn wir die Wohnblöcke mit versorgen können, lohnt sich der Bau eines Blockheizkraftwerkes“, sagt Klaus Reinders, Geschäftsführer der Laager Stadtwerke. „Somit können wir den Ausstoß von Kohlendioxid verringern und gegebenenfalls auch Biogas einsetzen, um Wärme zu produzieren“, zieht Reinders schon vorab eine Energiebilanz, die für das Vorhaben spricht. Deutliche Einsparungen werde auch eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen bringen, fügt der Stadtwerke-Chef hinzu. Bei der LWG will man prüfen, ob eine Dämmung zwischen Keller und Erdgeschoss etwas bringt. Auch eine Umstellung auf neue Regelungstechnik bei der Heizung sei denkbar, so Schwarz.

Peter Lack verweist auf ein Programm für die energetische Stadterneuerung, aufgelegt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Um an Fördermittel aus diesem Topf zu kommen, muss ein energetisches Quartierkonzept vorgelegt werden, erklärt der Büroleiter der Big-Städtebau. Die Rudolf-Harbig-Straße sei ein beliebtes Quartier. Die Altersstruktur der Einwohner zwinge aber über das Heute hinaus zu schauen. Zweimal war man in der Vergangenheit mit der Aufnahme in Förderprogramme gescheitert. Nun biete sich eine neue Gelegenheit, so Lack, die man nutzen wolle, immerhin sei eine Förderquote von 65 Prozent plus 20 Prozent vom Land in Aussicht gestellt.  

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