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Ferienspaß : Ferienwoche mit Ski fahren, baden und klettern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kinder aus der Krakower Region profitieren vom Bundesprojekt „Kultur macht stark“

Für 60 Kinder im Alter zwischen sieben und 15 Jahren geht morgen eine ereignisreiche Ferienwoche zu Ende. Auf dem Tagesprogramm stehen dann ein Trommelworkshop und die Abschlussfeier, bevor die Kinder und Jugendlichen am Abend wieder in ihre Familien zurückkehren.

Anfang des Jahres stellten die Krakower Organisatoren Frank Eilrich und Lutz Krämer einen Antrag beim Bundesministerium für Bildung und Forschung auf Teilnahme an dem außerschulischen Projekt „Kultur macht stark“. „Damit hatten wir bereits 2014 Erfahrungen gesammelt. Das Motto hatten wir damals um den Zusatz ‚Bewegung auch’ ergänzt“, erinnert sich Eilrich. Dieses Mal wählten die Krakower den Zusatz „Toleranz auch“. Bedingung war, dass drei regionale Partner für das Projekt gewonnen werden konnten. Sie fanden sich mit dem Sportverein Krakow am See, dem Feuerwehrförderverein des Luftkurortes und der evangelischen Kirchgemeinde Krakow am See. Bei der Deutschen Sportjugend im DOSB wurde der Antrag gestellt – und genehmigt.

„Ursprünglich hatten wir Mittel für 35 Teilnehmer beantragt. Dann kamen aber 60 Kinder und Jugendliche aus dem ländlichen Raum, aus Krakow am See, aus einkommensschwachen Familien und auch aus Asylbewerberfamilien zusammen. Kurzfristig stockte das Ministerium die finanzielle Zuwendung auf“, erzählt Eilrich. Der 57-Jährige hatte von vornherein fünf Flüchtlingskinder mit auf die Liste gesetzt. Weil sich die Ankunft von Asylbewerbern im Luftkurort aber verzögert, kamen zwei albanische und drei ukrainische Kinder aus in Bützow lebenden Flüchtlingsfamilien in den Genuss der Ferienwoche. „Das hat prima funktioniert und passte ja auch zum Toleranz-Thema“, bestätigt der Leiter. Wie auch die Festlegung toleriert wurde, dass alle in den gleichen Genuss von Leistungen kamen, „Extrawürste“ gab es nicht.

Als Camp dient das Gelände des Krakower Rudersportvereins. Von dort aus starteten die Ferienkinder, die von elf Betreuern begleitet wurden, ihre Abenteuer. So ging es an einem Tag ins Alpincenter Wittenburg, an einem anderen in den Kletterwald nach Malchow und an einem dritten zu einer Kanutour mit Geocaching auf den Inselsee. Hinzu kam Schwimmunterricht, den Christian Möller von der DRK-Wasserwacht erteilte. „Inzwischen haben bereits 24 Kinder eine Schwimmstufe abgelegt“, informiert Eilrich. Zum heutigen Prüfungstermin haben sich weitere 20 Ferienkinder angemeldet.

„Wir haben nicht nur viel erlebt, sondern sind auch als Team zusammengewachsen. Die Älteren haben den Jüngeren geholfen und es herrschte über die gesamte Woche eine sehr gute Atmosphäre“, zogen die beiden Organisatoren schon gestern eine erste Bilanz.

Andreas Hammermeister vom Krakower Jugendklub hat die Ferientage in Fotos und auf Video festgehalten. Im September wollen alle Teilnehmer noch einmal zusammenkommen und die ereignisreiche Woche Revue passieren lassen.

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