Krakow am See : Feriencamp ohne Handy und Süßigkeiten

40 Kinder und vier Betreuer haben an der Freilichtbühne in Krakow am See ihre Zelte aufgeschlagen und erleben ein Feriencamp mit vielen Höhepunkten.
40 Kinder und vier Betreuer haben an der Freilichtbühne in Krakow am See ihre Zelte aufgeschlagen und erleben ein Feriencamp mit vielen Höhepunkten.

40 Kinder erholen sich eine Woche lang am Krakower See.

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11. Juli 2018, 12:00 Uhr

Keine Handys, keine Süßigkeiten und keine zuckerhaltigen Getränke – können Kinder und Jugendliche so eine ganze Ferienwoche aushalten? „Sie können“, sagt Frank Eilrich, der zum fünften Mal ein Feriencamp in Trägerschaft des FSV Krakow am See organisiert. Zwei Drittel der Teilnehmern seien überdies auch noch „Wiederholungstäter“, berichtet Eilrich. „Das Leben in der Gruppe macht es möglich“, versucht der Organisator eine Erklärung. 40 Kinder aus Krakow am See und Umgebung erleben derzeit eine Ferienwoche am Krakower See. Das Förderprogramm „Kultur macht stark“ der Deutschen Sportjugend macht es finanziell möglich.

„Wir bekommen für das Feriencamp mehr als 19 000 Euro. Das ist doch toll“, sagt Eilich und verrät noch einige weitere Regeln. So muss jeder im und auch vor den Zelten für Sauberkeit sorgen. „Müll wird aufgesammelt, egal, wer ihn weggeworfen hat“, sagt Eilrich. Begrenzt sei auch das Taschengeld. „Wir wollen hier keinen Neid, jeder ist uns gleich viel wert“, erklärt Eilrich dazu.

Über das Programm werden Ferien für Kinder, deren Möglichkeiten für einen Urlaub sonst eher beschränkt sind, ermöglicht. Aber auch Kinder aus anderen Familien seien dabei. „Wir bekommen immer eine gute Mischung hin“, sagt Eilrich. Für alle Kinder sei das Camp eine Möglichkeit, einmal aus ihrem Sozialraum herauszukommen und anderes kennen zu lernen. Dabei kommt der Spaß nie zu spät, verspricht Eilrich. So konnten die Kinder schon segeln, lernten die Welt der Slawen bei einem Ausflug zum Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden kennen, besuchten die Indianershow in Linstow und gehen heute auf Safari im Rostocker Zoo.

Richtig spannend, so verspricht der Organisator, wird es am Sonnabend, wenn die Eltern dazu kommen. Nach einem Waldhandball-Turnier im vergangenen Jahr gibt es diesmal einen Tretboot-Wasserball-Wettstreit mit Schrubber und Straßenbesen – auf jeden Fall lustig. Vor dem Abschluss werden die Kinder ihren Eltern außerdem ein kleines Show-Programm darbieten – tanzen, singen, musizieren. Geprobt dafür wird bis dahin jeden Abend.

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