Ferien-Spiele in Langensee : Ferien-Spiele rund ums Angeln

Fische zuordnen:  Jeremy ist dabei, assistiert von Alfredo Jodzeck (r.).
Fische zuordnen: Jeremy ist dabei, assistiert von Alfredo Jodzeck (r.).

Zwölf Kinder aus Berlin verbringen glückliche Tage in Langensee.

svz.de von
15. August 2016, 21:00 Uhr

Für Lena, Justin, Mike und ihre neuen Freunde wird diese Woche vermutlich besonders schnell vergehen. Die Kinder aus Berlin und Umgebung verbringen diese Tage auf dem Gelände des ehemaligen Gutshauses in Langensee bei Familie Olbrisch. Das Ehepaar und viele Helfer kochen und umsorgen die Kinder. Schon viele Jahre öffnen sie für eine Woche ihr Haus und laden Kinder ein, die oftmals nicht so eine unbekümmerte Kindheit haben. Mitarbeiter der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Cottbus haben die Kinder gebracht und betreuen sie.

Gestern ging es rund ums Angeln. Das Team „Hechtkönig“ aus Witzin war angereist und hatte zahlreiche Spielmöglichkeiten im Gepäck. Hier ging es um Geschicklichkeit ebenso wie um Wissen und Schnelligkeit. „Wir möchten mit unseren Spielen auch einen Lerneffekt erzielen“, sagt Alfredo Jodzeck. So mussten beispielsweise Fische richtig benannt werden. An der nächsten Station sollten Plastikfische mit Hilfe von Magneten an der Angel heraus gefischt werden. „Das Spiel habe ich mir gerade neu einfallen lassen und die Fische aus Plastik hergestellt“, so Alfredo Jodzeck. „Das ist nicht so einfach, weil die Sehne hin und her schwingt“, stellte der zwölfjährige Mike fest. Angespornt waren die Kinder, weil den besten ein Pokal winkte.

Die insgesamt zwölf Kinder von bis 15 Jahren haben schon in den ersten Tagen viel erlebt. Sie waren an der Ostsee und sind mit dem „Molli“ gefahren. Die Kinder freuen sich aber auch über das Angebot auf dem Gelände. Langweilig wird es ihnen in Langensee sicher nicht. Direkt am See gelegen, ist das Grundstück geradezu perfekt für solch eine Freizeit für Kinder. „Es ist ein Kinderparadies“, sagt auch Katharina Olbrisch, die mit ihrem Mann die Idee für dieses Projekt hatte. „Mein Mann ist bei den Johannitern aktiv und da dachten wir, so könnte man das Gelände gut nutzen“, sagt sie. Selbst haben die beiden vier Kinder und zehn Enkel – auch die sind gern bei ihnen zu Gast.

Katharina Olbrisch holt einige Briefe vom vergangenen Jahr hervor, die ihnen Kinder geschrieben haben. „Ich habe gelernt vor dem Essen zu beten und Regeln einzuhalten“, steht auf einem geschrieben. „Manche kennen das gemeinsame Essen nicht und auch nicht, in der Küche zu helfen“, sagt sie. Genau darum sei es wichtig, ihnen dies zu vermitteln.

Seit sieben Jahren lädt das Ehepaar Olbrisch Kinder ein und versucht, immer wieder andere Angebote zu machen. Sie organisieren eine Fahrt zur Ostsee, es geht in den Güstrower Wildpark oder auch in den Rostocker Zoo. Aber das Team des „Hechtkönigs“ ist jedes Jahr wieder mit dabei. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, etwas für die Ärmsten zu tun“, sagt Alfredo Jodzeck. Andreas Schuldt unterstützte ihn – er war es auch, der nach einem „Schatz“ im See tauchte, der natürlich mit allen Kindern geteilt wurde. Eingesprungen ist in diesem Jahr außerdem Peter Wieland vom Hegering aus Sternberg. Da kam Katharina Olbrisch gleich eine gute Idee: „Vielleicht könnten wir nächstes Jahr mit den Kindern im Wald unterwegs sein und nach Tierspuren suchen.“


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