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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 10:58 Uhr

Laage : FDP-Mann am Ziel seiner Wünsche

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Holger Anders als Bürgermeister der Stadt Laage ernannt und vereidigt – Amtsantritt am 27. November.

von
erstellt am 10.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Nach neun Monaten der Vakanz hat Laage wieder einen Bürgermeister. Holger Anders (FDP) ist am Mittwochabend auf der Sitzung der Stadtvertretung ernannt und vereidigt worden. Seinen Dienst tritt er am 27. November an. „Ich habe Respekt vor dem Amt und der Verantwortung und möchte die Entwicklung der Stadt mitgestalten. Ich will es!“, betonte Anders bei seiner Ernennung und verriet, dass er schon seit Jahren dieses Ziel vor Augen hatte.

Anders, der sich bei vier Bewerbern um das Amt des Bürgermeisters denkbar knapp in einer Stichwahl gegen Kathrin Röwert (CDU) mit 50,9 Prozent der Stimmen durchgesetzt hatte, ist in Liessow aufgewachsen, fühlt sich in der Region tief verwurzelt, ist seit 18 Jahren in der Kommunalpolitik und hatte als Liessower Bürgermeister 2004 den Fusionsvertrag der Gemeinde mit Laage unterschrieben.

Der 43-Jährige sprach sich am Mittwochabend für ein „Wir mit mir“ aus. Ihm läge eine gute Zusammenarbeit von Stadtvertretung, Verwaltung und Bürgern am Herzen. Anders: „Ich stehe für einen offenen, fairen Umgang miteinander.“ Anders dankte seiner Frau Monique, seinen Wahlkampfgefährten, ebenso Petra Müller, Marion Hünecke und Diana Schmechel, die in den vergangenen neun Monaten ohne Oberhaupt die Geschicke der Stadt leiteten, und zuletzt auch seinen Vorgängern im Amt sowie den Bürgern, die ihn während des Wahlkampfes vieles mit auf den Weg gegeben hätten. Als Stichworte nannte Anders u.a. eine attraktive Innenstadt und Radwege. Er sehe reichlich Arbeit für die Zukunft und stelle sich dieser in den kommenden acht Jahren.


Stadtfraktionen und ihre Erwartungen

„Wir erwarten, dass alles anders wird“, sagte Alfons Hütten, Vorsitzender des CDU-Fraktion der Laager Stadtvertretung, etwas scherzhaft. „Nur weil wir gemeinsam als CDU die Wahl gegen ihn verloren haben, heißt das nicht, dass wir nicht mit ihm zusammenarbeiten können. Es geht nicht um uns, sondern um die Stadt und die Bürger“, betonte Hütten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Vera Felker wünscht sich vom neuen Bürgermeister, dass er Begonnenes weiterführt und immer dabei bedenkt, dass nur das Geld ausgegeben werden kann, das auch auf dem Konto ist. Er soll „zügig die Geschäfte aufnehmen und arbeiten“, meinte Mirko Mank von der Wählergemeinschaft Ortsteile, hält ihm seine Erfahrung in der Kommunalpolitik zugute und wünscht sich, dass er schnell den Internetauftritt der Stadt – eher ein Langweiler – anpackt. „Ganz wesentlich ist für uns der Umgang mit den Bürgern und eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung“, gibt Irmhild Finck aus der Linken-Fraktion dem Neuen mit auf den Weg.

„Er ist eine gute Wahl für Laage“, betonte Günter Schink als Vorsteher des Amtes Laage mit der Stadt als geschäftsführende Gemeinde, der sich selbst um das Amt beworben hatte. Die Erwartungen seien hoch, aber erfüllbar, denkt Schink und fügt hinzu: „Die Probleme, auch schwerwiegende, kommen von ganz alleine.“

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