Versönlicher Abschluss : Faustballer verabschieden sich mit Sieg aus Bundesliga

Güstrower SC 09 gewinnt beim MTV Hammah / Versöhnlicher Saisonabschluss / Abstieg stand vorher fest

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24. Februar 2014, 06:00 Uhr

In ihr vorerst letztes Erstligaspiel gegen den MTV Hammah aus Niedersachsen gingen die Männer des Güstrower SC 09 am Sonnabend mit dem Vorhaben, für einen versöhnlichen Saisonabschluss zu sorgen und sich mit einer guten Leistung aus Deutschlands Eliteliga zu verabschieden. Das gelang mit einem Sieg, dem zweiten in der Bundesligasaison.

Nachdem der Abstieg bereits drei Spieltage zuvor schon nicht mehr zu vermeiden war, konnte das Team zum Saisonabschluss nochmals nahezu in Bestbesetzung antreten. Lediglich Defensivspezialist Carsten Blum und Nachwuchshoffnung Dennis Mohns waren verhindert.

Gegen die wesentlich stärker eingeschätzten Niedersachsen wollte zuerst aber so recht gar nichts gelingen. Mit 3:11 ging der erste Satz daher verloren. Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Mit 8:11 ging auch dieser Satz an Hammah. Die Güstrower rauften sich in der Satzpause nochmal zusammen und fanden im dritten Durchgang endlich auch eine angemessen kämpferische Einstellung. Mit der Einwechslung von Abwehrroutinier Axel Elsner wurde die Abwehr deutlich stabiler. Die immer schwächer werdende gegnerische Angabe wurde sicher aufgenommen und die zahlreichen guten Zuspiele wurden konsequent in der nicht eingespielt wirkenden gegnerischen Abwehrreihe versenkt. Mit 11:7, 11:6, 11:4 und 11:9 gingen die nächsten vier Sätze allesamt an den GSC. Erst jetzt übernahm bei den Niedersachsen der ligaweit gefürchtete Angabenschläger Björn Hoff die Spieleröffnung, denn Hammah hatte eine Niederlage offenbar nicht eingeplant und für möglich gehalten. Mit ihm erspielte sich Hammah im siebten Satz ein 11:8 und verkürzten auf 3:4. Das GSC-Team hielt jedoch gut dagegen und konnte die variablen Aufschläge im Spiel halten. Hammah musste den Druck und damit auch das Risiko weiter erhöhen und die Angreifer probierten nun wahrlich mit der Brechstange, das Spiel zu drehen.


Auf dem Feld und in der Halle in 2. Bundesliga


Doch die GSC-Abwehr hatte etwas dagegen und wehrte im achten Satz jeden Angriff ab. Ob raffinierte Angaben oder brachiale Angriffsschläge, immer war ein abwehrender Arm der Güstrower am Ball und Hannes Martens sowie Sebastian Reichert zeigten nochmals ihr ganzes Können. Mit 11:2 beendete der GSC in beeindruckender Manier das Spiel und verbuchte so zum Saisonabschluss einen so nicht erwarteten 5:3-Erfolg.

Immer wieder blitzte auch in diesem Spiel auf, dass der GSC nicht umsonst in Deutschlands höchster Spielklasse vertreten war. Lediglich die fehlende Konstanz und mangelnde personelle Alternativen im Offensivspiel verhinderten den Klassenerhalt. In der kommenden Feldsaison sowie anschließend in der Halle wird es für die Mannschaft in der 2. Bundesliga um Punkte gehen. Ein personeller Umbruch steht bevor, so dass als Ziel ein gesicherter Platz im Mittelfeld und die Integration junger Spieler in die Stammmannschaft angestrebt wird. Gelingt das, war der Sieg gegen Hammah vielleicht nicht der letzte Güstrower Erfolg in Deutschlands Eliteklasse.


GSC: Martens, Nawroth, Reichert, Schröder, Glamann, Otto, Wunderlich, Elsner






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