Christophorus-Kirchengemeinde : Fasten für die Natur: Müll sammeln

Selbst ganz in der Nähe von Papierkörben – wie hier in der Pinnower Straße – wurde Christa Treichel fündig.
Selbst ganz in der Nähe von Papierkörben – wie hier in der Pinnower Straße – wurde Christa Treichel fündig.

Aktion der evangelischen Christophorus-Kirchengemeinde Laage in der Passionszeit / Jeden Donnerstag mit Müllsäcken unterwegs

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06. März 2015, 06:00 Uhr

„Hier waren wir doch gerade vor einer Woche und schon wieder liegt Müll herum.“ Christa Treichel sagt es und stopft wütend Papier, Plastik-Abfälle und Flaschen in den Müllsack. Sie sowie Martha Poppenberg, Hannelore Sievert, Barbara Kretschmann und Marina Lenz folgten gestern zum zweiten Mal dem Aufruf der Christophorus-Kirchengemeinde Laage zu einer besonderen Aktion in der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche „Du bist schön – sieben Wochen ohne Runtermachen“. Denn die Laager Christen haben sich entschlossen, jeden Donnerstag in der Passionszeit (Treff 14 Uhr auf dem Pfarrhof) Müll in der Stadt und der Umgebung zu sammeln.


Idee von Barbara Kretschmann


Die Idee brachte Pastorin Barbara Kretschmann ins Gespräch. „Ich bin viel mit dem Rad unterwegs. Da fällt mir immer wieder auf, dass selbst an den geheimsten Orten, aber auch mitten in der Stadt viel Unrat liegt. Das macht die Natur keineswegs schön. Aber sie soll es sein. Daher passt unsere Idee zm Fasten-Thema“, erklärt Barbara Kretschmann. Für sie wäre es daher sehr wichtig, wenn sich an den nächsten Donnerstagen weitere Kirchgemeindeglieder und andere Laager an der Sammelaktion beteiligen würden, damit „die Natur nicht runter gemacht wird“, auch wenn es nur ein „kleines Stück Gegenbewegung“ sei, so Barbara Kretschmann. Dann würde sich für sie auch das, was die Fastenzeit generell erreichen möchte, erfüllen: den Sinn fürs Leben neu schärfen.

Hannelore Sievert beteiligt sich gern an der Sammel-aktion, weil es nach ihrer Ansicht nötig ist. „An vielen Stellen sieht es in Laage schmutzig aus“, sagt sie. Für Martha Poppenberg ist die Beteiligung an der Fasten-Aktion Christenpflicht. Gegen den Unrat in der Stadt etwas zu unternehmen, kommt ihr jedoch ebenfalls sehr entgegen, weil Müll sie stört. Marina Lenz möchte dafür sorgen, dass Laage etwas ordentlicher wird. Wie auch Christa Treichel betont sie, dass es für sie ein „inneres Bedürfnis“ ist. Außerdem mache es Spaß, betont sie und alle anderen Frauen bestätigen das nickend.

Gestern sorgten die Frauen in der Marktstraße, in der Straße der Einheit und in der Pinnower Straße für Ordnung. Bis zum Albertinum hatten sie ein waches Auge und füllten die Müllsäcke.

Dabei wurde das leidige Thema des herumliegenden Umwelt-Mülls auch in ihren Gesprächen immer wieder diskutiert. „Warum werfen die Menschen die Abfälle einfach auf die Straße oder in den Straßengraben?“ Besonders auffällig ist das in der Pinnower Straße, wo sogar in regelmäßigen Abständen Papierkörbe stehen. Daran könne es dort also nicht liegen, meinten die Frauen unisono. Für sie gibt es aber auch eine Antwort: Diese Menschen müssen kein Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt haben. Martha Poppenberg, Hannelore Sievert, Barbara Kretschmann, Marina Lenz und Christel Treichel traten gestern wieder den Gegenbeweis an.

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