Manika Güstrow am Ende : Fast alle Mitarbeiter entlassen

Kein Arbeiter geht mehr bei Manika zur Schicht. Der Traditionsbetrieb ist pleite.archiv
Kein Arbeiter geht mehr bei Manika zur Schicht. Der Traditionsbetrieb ist pleite.archiv

Nun ist endgültig Schluss beim Güstrower Traditionsbetrieb Manika: Nach SVZ-Informationen wurde jetzt der Großteil der 60 Mitarbeiter des insolventen Betriebes entlassen.

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05. September 2012, 05:31 Uhr

Güstrow | Nun ist endgültig Schluss beim Güstrower Traditionsbetrieb Manika. Nach der am 30. Juli beantragten Insolvenz (SVZ berichtete) wurde jetzt der Großteil der 60 Mitarbeiter unwiderruflich freigestellt. Sie müssen sich eine neue Arbeit suchen. Wie SVZ von einem bereits ehemaligen Mitarbeiter erfuhr, sei nur noch eine kleine Gruppe von ca. zehn Mitarbeitern im Betrieb verblieben, um die Abschlussinventur durchzuführen. Dagegen hatte Insolvenzverwalter Dirk Decker, ein Hamburger Rechtsanwalt, noch nach Bekanntwerden der Insolvenz gegenüber unserer Zeitung geäußert, dass eine Auffanglösung erarbeitet werden solle, um den Standort zu erhalten. Decker sah damals "gute Ansätze", den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang aufrechtzuerhalten zu können.

Doch nachdem das Arbeitsamt drei Monate lang Insolvenzgeld gezahlt hatte, kam für die größtenteils älteren Mitarbeiter von Manika der Schock der Arbeitslosigkeit. Eine Rettung des Güstrower Unternehmens scheint aussichtslos. Laut dem Insider seien die Voraussetzungen für den Geschäftsbetrieb nicht mehr gegeben, weil der Kfz-Hersteller MAN Manika den Vertrag entzogen habe. Manika war Vertragswerkstatt für MAN und übernahm den kompletten Service.

Manika wurde 2001 gegründet. Der Name setzt sich aus "MAN" und "Ikarus" zusammen. Mit dieser Bezeichnung knüpfte das Unternehmen an die Tradition des Ex-Kraftfahrzeug-Instandsetzungswerkes (KIW) an, auf dessen Gelände in der Neukruger Straße sich Manika befindet.

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