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Güstrower Anzeiger

24. Oktober 2017 | 06:18 Uhr

Dolgen : Fans fahren und leben Opel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bützower Opel-Verein lud zum 5. Opel-Treffen nach Dolgen am See ein und Opel-Fans in 160 Fahrzeugen kamen

„Jeder Popel fährt ’nen Opel?“ Die Mitglieder des Bützower Vereins „Opelfreunde MV“ haben für den Text der „Prinzen“ nur ein müdes Lächeln übrig. Sie hatten übers Wochenende zum 5. Opel-Treffen nach Dolgen am See eingeladen. „Knapp 160 Fahrzeuge haben wir gezählt. Wäre die Wettervorhersage nicht so mies ausgefallen, wären sicher 30 mehr gekommen“, sagt Susan Gajda, die die Anmeldung managt.

Die 28-jährige Bützowerin gehört zu den Gründungsmitgliedern des 2007 ins Leben gerufenen Vereins. „Wir sind ein Freundeskreis und stellten irgendwann fest, dass wir alle Opel fahren. Da haben wir den nächsten Schritt getan“, erklärt die gelernte Notarfachwirtin, die ihr berufliches Wissen bei der Vereinsgründung einbringen konnte.


Idealer Ort für die „Opel-Festspiele“


Nach den ersten beiden Treffen in Bützow habe man mit Dolgen seit drei Jahren den idealen Ort für die Opel-Festspiele gefunden, erklärt Michael Aisch. „Wir sind wie eine große Familie und die meisten kommen auch mit der ganzen Familie hier her. Es herrscht ein gutes Klima, es gibt keinen Neid und keinen Stress“, lobt der stellvertretende Vereinschef und begrüßt David Paetow aus der Nähe Lübecks. Der 32-Jährige hat seinen Opel Corsa B, Baujahr 1994, mitgebracht, der ein Star des Treffens ist. „69 Pokale in den verschiedensten Kategorien habe ich für ihn schon bekommen“, sagt Paetow stolz. Aisch lobt, dass Paetow tatsächlich mit dem Auto nach Dolgen gefahren ist. „Viele stellen ihr bestes Stück auf den Anhänger und reisen damit von Treffen zu Treffen“, sagt Aisch.

Ein paar Meter weiter ist die siebenköpfige Jury beim Bewerten der Opel. Insgesamt 45 Pokale haben die Organisatoren des Treffens bereitgestellt. Bewertet werden u. a. das älteste Auto, der beste Fronttriebler oder das beste Frauenauto, dazu die jeweiligen Typen. Manuela Petzold aus Fürstenwalde hat ihren Manta B, Baujahr 1978, für die Wettbewerbe „Ältestes Fahrzeug“ und „Bester Hecktriebler“ angemeldet. „Ich fahre schon seit 20 Jahren Opel“, sagt die 42-Jährige und stellt sich den Fragen der Jury.


Hobby als Ausgleich zum Beruf


Michael Aisch begrüßt inzwischen vier Dänen, die über Puttgarden nach Dolgen gekommen sind. „Wir sind alle ein bisschen Opel-verrückt“, bekennt der 33-Jährige. Aisch arbeitet als Krankenpfleger auf der Intensivstation im Bützower Krankenhaus. „Mein Hobby ist ein guter Ausgleich zu meinem Job“, beteuert er. Im Alltag fährt er einen Omega, aber sein großer Stolz ist ein Kadett D, Baujahr 1984. „Den habe ich vor acht Jahren aus Bayern aus erster Hand geholt“, sagt er. An seinem „Traum“, einem Ascona B, Baujahr 1979, arbeitet er in jeder freien Minute mit seinem Güstrower Kumpel Michael Möller. „Das soll unser Hochzeitsauto werden. Wenn es fertig ist, mache ich meiner Lebensgefährtin ‚Perle’ Steinberg einen Antrag“, verrät er. In zwei Jahren, schätzt er, könnte es so weit sein und schmunzelt: „Wir fahren nicht nur Opel, wir leben Opel.“




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