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Metallbau Lührmann : Familienunternehmen expandiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Metallbaufirma Lührmann in Laage beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiter und will weiter wachsen / Nachfolge bereits gesichert

In der Laager Metallbaufirma von Manfred Lührmann stehen wichtige Entscheidungen an. Gerade hat die Stadtvertretung dem Verkauf von 11 000 Quadratmeter Fläche im Industrie- und Gewerbegebiet Nord I an den Unternehmer zugestimmt. Nun diskutieren Manfred und Annett Lührmann sowie ihr Sohn Thomas zwei Varianten der Betriebserweiterung. „Entweder wir richten die Fertigung vom Materialeingang bis zum fertigen Produkt in einer großen Halle auf zirka 2500 Quadratmeter ein oder wir konzentrieren die CNC-gesteuerten Maschinen in einer Halle von etwa 500 Quadratmetern“, nennt Thomas Lührmann die beiden Optionen. Eine Entscheidung soll im nächsten Jahr fallen.

Aber Entscheidungen von großer Tragweite musste Manfred Lührmann im Grunde die ganzen fast 30 Jahre, die seine Firma inzwischen besteht, fällen. 2002 errichtete er am neuen Standort im Laager Gewerbegebiet Nord I die erste Halle, 2008 folgte die zweite, zwei Jahre später die dritte. Als Ergebnis der Bauarbeiten im vergangenen Jahr entstanden fünf Büros und ein Sozialtrakt. „Damit sind wir in der Lage, die Arbeitsabläufe besser zu strukturieren. Wir haben nun Abteilungen für den Vertrieb, den Einkauf, die Arbeitsvorbereitung und die Produktion“, erläutert Sohn Thomas. Das Unternehmen fertigt als reiner Produktionsbetrieb im Drei-Schicht-System Zulieferteile für den Kranbau, für Ladeneinrichtungen und für Windkraftanlagen. Pro Jahr verlassen zirka 380 000 Teile die Hallen. Auch eine Qualitätskontrolle, in der drei Mitarbeiter tätig sind, wurde aufgebaut. „Die Auftragslage ist gut“, stellt Manfred Lührmann bescheiden fest, was sicher auch mit dem in drei Jahrzehnten erarbeiteten Ruf als verlässlicher Zulieferer zu tun hat.

Parallel zur Produktionserweiterung entwickelte sich die Zahl der Mitarbeiter. Hatte Lührmann den Betrieb 1986 noch als Einzelkämpfer aufgebaut und war 2003 mit drei Mitarbeitern in die neue Halle gezogen, so bestand die Belegschaft 2006 schon aus 16 Arbeitnehmern. Auf 63 Mitarbeiter stieg die Zahl, als 2011 die dritte Halle, die hauptsächlich für die Ver- und Bearbeitung von Edelstahl und zur Montage genutzt wird, bezogen wurde. Gegenwärtig stehen bei Lührmann 83 Mitarbeiter in Lohn und Brot.

Die Firmennachfolge, in vielen Betrieben ein Problem, geschieht bei den Lührmanns geräuschlos. Thomas Lührmann, heute 28 Jahre alt, stieg nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker und anschließendem Meisterabschluss 2007 in das Familienunternehmen ein. Mit ihm wurde auch die erste CNC-Maschine in Betrieb genommen. Heute stehen sechs computergesteuerte Präzisionsmaschinen in der Fertigungshalle. Schrittweise übertrug der Vater Verantwortung auf den Sohn. „Ich bin stolz, wie Thomas die Aufgaben löst und wie er mit seinen Ideen und seinem Engagement das Unternehmen voran bringt“, sagt der 55-jährige Firmeninhaber.

Seit September vergangenen Jahres obliegt dem Sohn die Geschäftsführung. „Natürlich ziehe ich mich noch nicht aus dem Unternehmen zurück, aber es ist wichtig, von Aufgaben zu lassen und dem Nachfolger Vertrauen entgegen zu bringen“, versichert er. Unter der Leitung des Sohnes werden Weiterbildung und Qualifizierung von Führungskräften im Unternehmen betrieben. Gegenwärtig befinden sich vier Mitarbeiter in der Meisterausbildung.

Bei der Entscheidung, welche der beiden Erweiterungsvarianten umgesetzt wird, hat Manfred Lührmanns Ehefrau Annett ein gewichtiges Wort mitzureden. „Sie ist von Anfang an im Unternehmen und mit der Buchführung betraut. Als Prokuristin ist ihr Okay bei allen Investitionsentscheidungen gefragt“, sagt der Firmenchef.  



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