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Jugendsprache von heute : „Fail“ oder „Swag“: „cool“ war gestern

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„Fail“ für Fehler und Versagen, „guttenbergen“ für abschreiben, oder „Swag“ für lässige Ausstrahlung – „cool“ war gestern. Das alles sind Wörter der Jugendsprache von heute. Klecks befragte Schüler zur Jugendsprache.

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erstellt am 27.Apr.2012 | 10:49 Uhr

„Fail“ für Fehler und Versagen, „guttenbergen“ für abschreiben, oder „Swag“ für lässige Ausstrahlung – „cool“ war gestern. Das alles sind Wörter der Jugendsprache von heute. Klecks befragte Schüler zur Jugendsprache.

Der Ausgangspunkt: Die deutsche Sprache verändert sich ständig. Ob nun die Rechtschreibung, Kommasetzung oder neue Wortschöpfungen. Entwicklungen der Sprache kann man aber besonders bei Jugendlichen gut beobachten, denn das coole, neue Wort wird bald wieder altmodisch sein. Klecks fragte bei Schülerinnen des John-Brinckman-Gymnasiums Güstrow nach, was sie von der „etwas anderen Art“ der Sprache halten und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Wie bitte? Was hast du gesagt? – Ungefähr so geht es den meisten, die noch nichts von den Wörtern, wie „guttenbergen“, „Fail“ oder auch „Swag“ gehört haben. Letzteres wurde zum Jugendwort 2011 gewählt. Doch gilt die Jugendsprache wirklich für alle Jugendlichen?

Die beiden Schülerinnen Vanessa Sophie Ernst (14) und Jolin Neuß (14) sind der Meinung, dass dies nicht so ist. „Es ist inzwischen zur Normalität geworden, lockerer zu reden, dennoch benutzen wir nicht sehr viele Jugendwörter. Lediglich, googeln’ (suchen) oder ,Fail’“. Weiter sagt Jolin: „An neue Wörter gewöhnt man sich schnell. Einige von ihnen sind aber sehr weit her gegriffen.“ Vanessa fügt hinzu: „Manche Wörter, von denen ich höre, gehen echt zu weit, vor allem was Beleidigungen betrifft.“ Es ist tatsächlich so, dass Jugendliche oft mit beleidigenden und fiesen Wörtern spielen. Dies kann zu Missverständnissen führen und in der Gesellschaft Probleme verursachen.

Die Ursache solcher und anderer Wörter, so sagt Vanessa, werde von den Medien stark beeinflusst. Dazu kommt noch das Umfeld. Verwenden Bezugspersonen bestimmte Begriffe, sei die Wahrscheinlichkeit größer, dass du auch einen ähnlichen Ausdruck hast. Jolin Neuß meint: „Durch die elektronische Kommunikation wird vieles vereinfacht oder weggelassen. Neue Wörter bilden sich und werden populär.“ Sinnlose Wörter wie „Ey“ und „Alta“ finden die beiden Mädels aber nervig. Film, Fernsehen, Musik, Elektronik – die sowieso bevorzugten Hobbys leiten die Heranwachsenden in ihrem Sprachgebrauch und geben der deutschen Sprache einen neuen Ausdruck.

Anschließend fragte Klecks nach „Swag“, dem Jugendwort 2011. Vanessa Sophie Ernst meinte, sie habe noch nichts von „Swag“ gehört. Jolin Neuß dagegen wisse davon, aber die Bedeutung kenne sie nicht. Im Allgemeinen kommt „Swag“ aus dem Englischen und gemeint ist „positive, lässige Ausstrahlung“.
Fazit der beiden Mädchen: „Egal, wie modern die heutige Sprache ist, sie entwickelt sich ständig weiter und die Jugendlichen mit ihr.“

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