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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 12:23 Uhr

20 fragen : Fahrplanbuch als Lektüre

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen heute an: Alexis Schwartz

Alexis Schwartz 1978 in Berlin geboren, zog es mit 25 Jahren aufs Land, wo er eine abwechslungsreiche Karriere mit Zwischenstationen in einer Gärtnerei, einer Tischlerei und als Veranstaltungskoordinator beim globalisierungskritischen Bündnis Attac absolvierte. Jetzt hat er beim Güstrower Eine-Welt-Landesnetzwerk eine politische und berufliche Heimat gefunden. SVZ stellte dem Güstrower 20 Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Überall, wenn ich in Begleitung lieber Menschen bin. Am schönsten fand ich es bisher aber an der irischen Südküste.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde unkommerzielle öffentliche Räume schaffen, wo sich Menschen aller Couleur begegnen, wohlfühlen und gegenseitig unterstützen können.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Als leidenschaftlicher Bahnreisender wahrscheinlich irgendwo im Zug.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe bei einem alten Ehepaar Laub geharkt.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich schätze für Süßigkeiten.
Was würden Sie gerne können?
Mehr Fremdsprachen sprechen, fliegen, Salsa tanzen…
Was stört Sie an anderen?
Wenn Leute zu sehr in Schubladen denken und andere Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten verurteilen. Und wenn Leute Gemeingut schlecht behandeln: Mein kleiner, feiner Schwachpunkt sind Dreckbotten auf S-Bahn-Sitzen. Bin ich spießig?
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über lustige Grimassen meiner Tochter.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe meine 13-jährige Tochter zu einem fetten Konzert in Berlin geschleppt. Wir waren um 2 Uhr zuhause.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich kenne noch nicht sehr viel von ihm, aber ich glaube Thomas Sankara könnte mein Held werden. Er hat versucht, Burkina Faso in Westafrika unabhängig von Frankreich zu machen und er hat das Land in vier Jahren auf vielfältige Weise modernisiert. Leider wurde er bei einem Putsch getötet. Afrika hätte heute ein anderes Gesicht, wenn er am Leben geblieben wäre.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Das neue Fahrplanbuch des Verkehrsverbundes Warnow. Es gibt ab nächste Woche einen Spätzug nach Rostock und zurück. Toll!
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich habe keinen Fernseher.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ich hänge lieber bei Freunden ab oder koche was für meine Liebsten.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den bolivianischen Präsidenten Evo Morales.
Wenn Sie selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche gerne vegetarisch ohne Staatsgrenzen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Vielleicht mit „Nothing Compares 2U“ von Sinéad O’Connor. Ich war jung, wild und verliebt – so wie jetzt auch, hahaha!
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ein Freund hat mir mal ein Jahr lang einfach so meinen Lebensunterhalt bezahlt, weil er die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens toll findet. Ein Jahr pure Freiheit! Das werde ich ihm ewig danken.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Mit vielen tollen Menschen in einer Gemeinschaft zu leben und den Traum von einer solidarischen Gesellschaft Wirklichkeit werden lassen. Wer hat Lust, mitzumachen?
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Mit Katze auf dem Schoß im Schaukelstuhl, den Enkelkindern verrückte Geschichten erzählend.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Hüseyin Bindal vom Mivan Grillhaus in der Südstadt. Weil er und seine Freunde sich bei der Kleidersammlung für die Flüchtlinge von Kobanê ganz beeindruckend ins Zeug gelegt haben und weil er sicher eine Menge Interessantes zu erzählen hat.

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