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Video: Unfälle auf B103 : Fahrer verbrennt in seinem Wagen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Unfassbar: Zwei Unfälle zwischen Kuhs und Kritzkow an einem Tag. Ein Fahrer stirbt und fünf weitere Personen werden verletzt.

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 21:00 Uhr

„Da stieg eine riesige Rauchsäule auf, ich hatte zuerst an verbrannte Reifen gedacht“, berichtet eine Augenzeugin, die gestern Mittag auf der Bundesstraße 103 zwischen Kuhs und Kritzkow unterwegs war und schließlich im Rückstau eines schweren Verkehrsunfalls mit tödlichem Ausgang auf ihre Weiterfahrt wartete. Unfassbar: Nur 15 Minuten nachdem die Vollsperrung aufgehoben ist, ereignet sich um 16.15 Uhr an nahezu identischer Stelle ein weiterer Unfall mit zwei leicht Verletzten. Es folgte eine weitere Vollsperrung.

Ersthelfer retten Beifahrerin

Bei dem ersten Unfall setzte, nach ersten Erkenntnissen, gegen 11.30 Uhr ein 76-jähriger Pkw-Fahrer auf der gut einzusehenden, geraden und abschüssigen Fahrbahn von Kuhs in Richtung Kritzow zum Überholen eines ungarischen Lkw mit Anhänger an. Scheinbar schätzte der Pkw-Fahrer die Verkehrssituation falsch ein und kollidierte mit einem entgegen kommenden Streifenwagen der Bundespolizei und in der Folge mit einem weiteren Kleintransporter. Der rote Pkw geriet auf der Stelle in Brand. „Ich war einer der ersten hier am Unfallort, habe noch versucht den Brand mit meinem Feuerlöscher zu löschen. Es war zu spät“, berichtet ein weiterer Lkw-Fahrer, der hinter dem Unfallwagen auf der B103 unterwegs war, sichtlich ergriffen von dem schrecklichen Unfall.

 

Dem beherzten Eingreifen der Ersthelfer sei es zu verdanken, dass die ebenfalls 76-jährige Beifahrerin des Unfallwagens aus dem brennenden Fahrzeug gerettet werden konnte, berichtet Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow.

„Hochachtung vor den Ersthelfern, die sofort mit der Rettung begannen. Ihnen wurde Hilfe zur Situationsbewältigung angeboten“, sagt Frahm weiter. Die Beifahrerin wurde verletzt in ein Rostocker Krankenhaus verbracht. Für den Fahrer des roten Pkw kam indes jede Hilfe zu spät. „Die Ersthelfer haben auch versucht ihn aus dem Wrack zu ziehen. Der Fahrer war aber so stark eingeklemmt, dass ihm nicht geholfen werden konnte und er an der Unfallstelle verstarb. Er ist in seinem Fahrzeug verbrannt“, erklärt Frahm die Einzelheiten des Unfallhergangs. Der Fahrer des Streifenwagens sowie der Fahrer des zweiten Kleintransporters wurden bei dem schweren Unfall leicht verletzt. Beide wurden in das KMG-Klinikum Güstrow verbracht. Die Fahrer des überholten ungarischen Lkw blieben unverletzt, konnte Gert Frahm gestern noch an der Unfallstelle Entwarnung geben.

Zahlreiche Kameraden der umliegenden Feuerwehren kamen bei diesem schweren Verkehrsunfall zum Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit den Notärzten, Rettungssanitätern, Polizeibeamten und Dekra-Sachverständigen wurde die Unfallstelle für mehrere Stunden voll gesperrt, die Unfallbeteiligten versorgt und der Unfall aufgenommen, um die Ursache zu ermitteln. Warum der Pkw des Unfallverursachers in Brand geriet, konnte gestern nicht abschließend beurteilt werden. Der entstanden Sachschaden wird auf 15 000 Euro beziffert.

Neue Vollsperrung nach zweitem Unfall

Nur 15 Minuten nachdem die Vollsperrung des tödlichen Unfalls aufgehoben worden war, ereignete sich an nahezu identischer Stelle gegen 16.15 Uhr ein weiterer Zusammenstoß. Zwei Autos prallten seitlich gegeneinander. Es gab zwei leicht Verletzte, informierte die Polizei. Erneut musste die B 103 bis in die Abendstunden voll gesperrt werden.

 

Auf der eigentlich relativ gefahrlosen Strecke zwischen Kuhs und Kritzkow kam es damit innerhalb kürzester Zeit gleich zu drei Unfällen. Bereits am vergangenen Freitag ereignete sich hier auf Höhe des Abzweigs Zehlendorf ein schwerer Unfall (SVZ berichtete). Auch dabei kollidierte ein Pkw mit einem entgegenkommenden Streifenwagen. Vier Personen wurden verletzt.

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