Güstrow : Fachhochschule sammelt für Flüchtlinge

Polizeioberkommissar Martin Awe unterstützt die Spendenaktion der Fachhochschule gern. Hier übergibt er Mitarbeiterin Daniela Hett eine Spende. Fotos: Caroline Weissert
1 von 2
Polizeioberkommissar Martin Awe unterstützt die Spendenaktion der Fachhochschule gern. Hier übergibt er Mitarbeiterin Daniela Hett eine Spende. Fotos: Caroline Weissert

Mitarbeiter, Lehrende und Studenten wollen ihren Beitrag leisten und spenden kräftig für Hilfsbedürftige.

von
24. September 2015, 06:33 Uhr

Seit Montag füllen sich die Räume 035b und 035c im Keller der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege zusehends mit Kleidung, Spielsachen und Dingen des täglichen Bedarfs. Bestimmt sind die Spenden von Mitarbeitern, Lehrenden und Studenten für all die Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen haben und dieser Tage in Mecklenburg-Vorpommern, in Güstrow ankommen.


Spontane Hilfsaktion für Bedürftige


„Durch die aktuelle Situation sind wir natürlich auf die Not der Flüchtlinge aufmerksam geworden und wir haben überlegt, wie wir helfen können“, erklärt Daniela Hett, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit an der Güstrower Fachhochschule. Ursprünglich planten die Mitarbeiter eine Aktionswoche im Oktober, um Sachspenden zu sammeln und anschließend an die Organisation „European Homecare“, die die Asylbewerberunterkünfte in Güstrow betreibt, zu übergeben. „Doch durch die aktuelle Entwicklung im Hinblick auf die geplante Noterstaufnahmeeinrichtung in Mühlengeez, haben wir beschlossen die Sammelaktion in diese Woche vorzuverlegen“, sagt Daniela Hett, die auch im engen Kontakt zum DRK steht.

„Hier müssen kurzfristig bis zu 1600 Menschen – Männer, Frauen und Kinder – eingekleidet und mit dem Nötigsten versorgt werden. Wir möchten die sozialen Dienste unterstützen und unseren Beitrag leisten“, sagt Hett weiter. Viele Mitarbeiter, Lehrende und Studenten seien dem internen Aufruf der Fachhochschule bereits gefolgt. Besonders froh sei die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit insbesondere über Spielzeug und Babykleidung, denn diese Posten werden laut dem Aufruf des DRK besonders benötigt, so Hett.


Viele weitere Ideen zur Unterstützung


Auch Polizeioberkommissar Martin Awe nahm die Einladung zur Spende dankend an: „Man hat so viele Sachen zu Hause, die man nicht mehr braucht oder anzieht. Mir war es eine Herzensangelegenheit das jetzt zu unterstützen.“ Insbesondere warme Kleidung für die kalten Tage wird nun benötigt, daher ist Daniela Hett sehr froh über die Unterstützung des Polizisten, der an der Fachhochschule im Fachbereich Kriminalwissenschaften unterrichtet und neben Kleidung auch warme Decken spendete.

Noch sind die Räume im Keller der Fachhochschule nicht voll, doch Daniela Hett zeigt sich zuversichtlich. „Wir haben im Moment Prüfungszeit. Die Studenten haben ihren Kopf daher im Moment noch woanders. Von vielen habe ich aber gehört, dass sie auf jeden Fall noch ihren Beitrag leisten wollen“, sagt sie und fügt hinzu: „Leider können wir nicht als offizielle Sammelstelle fungieren und nehmen daher nur Spenden von Mitarbeitern, Lehrenden und Studenten an, aber das sind immerhin auch schon rund 800 Menschen.“ Die Spenden werden nach dieser Aktionswoche an „European Homecare“ und das DRK übergeben, versichert Daniela Hett, die sich sicher ist, dass dies sich nicht die letzte Unterstützung der Fachhochschule für die Flüchtlinge bleiben wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen