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Tag der offenen Tür : Experimente versüßen das Lernen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stabiles Kollegium, ansprechende Lehrangebote – doch die Sanierung hängt für die Thomas-Müntzer-Schule weiter in der Luft

Die Türen der Thomas-Müntzer Schule in Güstrow standen am Sonnabend weit offen. Künftige Fünftklässler aber auch ehemalige Schüler sowie Interessierte hatten die Möglichkeit, Unterrichtsinhalte, Methoden und natürlich das Lehrerkollegium kennen zu lernen. Familie Schaar aus Güstrow schaute sich in der Schule um, denn ihr Sohn Tim Leon wird im Herbst in die fünfte Klasse kommen. „Wir wohnen hier dicht dran, da bietet sich das an“, sagt Mutter Susann.

Von möglichen Bauarbeiten in nächster Zeit aber war keine Rede. Schulleiterin Manuela Siegesmund ist über den Container, der mittlerweile seit 23 Jahren elf Schulräume auf dem Gelände vorhält, nicht glücklich. Schon lange wird Abhilfe versprochen, bisher ohne Resultat. „Es muss etwas passieren, deshalb bin ich auch optimistisch“, sagt sie. Doch wann dies sein wird, könne noch keiner genau sagen. Im vergangenen Jahr wurde das Dach des Containers noch mal erneuert, weil es durchregnete. „Aber neue Informationen diesbezüglich habe ich nicht“, sagt Manuela Siegesmund.

Bekannt ist, dass die prognostizierten Kosten für das Sanierungsvorhaben auf unterdessen 9,2 Millionen Euro steigen. Diese neue Zahl hatte Bürgermeister Arne Schuldt auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung genannt. Dieser Betrag sei durch die Prüfstelle des Betriebes für Bau und Liegenschaften beim Land als „über den üblichen Vergleichswerten liegend“ beurteilt worden. Warum es zu dieser Kostensteigerung kommt (Stichworte: Einbau eines Fahrstuhles für Barrierefreiheit, höherer Raumbedarf für Gruppenunterricht) und ob dies womöglich schädlich für die Förderung des Vorhabens ist, werde derzeit geprüft, sagte Schuldt im Dezember. Ein Ergebnis wurde bisher nicht bekannt.

Punkten kann die Schule indes mit ihrem stabilen Kollegium. 29 Kollegen gehören dazu und eine Schulsozialarbeiterin. Darüber ist die Schulleiterin sehr froh. Verschiedenste Höhepunkte an der Schule gebe es jedes Jahr wieder für die derzeit zirka 300 Schüler. Unter anderem hob Manuela Siegesmund einen Fremdsprachenwettbewerb hervor, an dem die Schule regelmäßig teilnehme so die Mathematikolympiaden. Außerdem gibt es für die Klassen fünf bis sieben Lesewettbewerbe.

Die Lehrer lassen sich jedes Jahr etwas einfallen, um künftige Schüler für den Unterricht zum Anfassen zu begeistern. Da bestand unter anderem die Möglichkeit zu untersuchen, wie viel Wassertropfen auf ein Cent-Stück passen. Am nächsten Tisch wurde ausprobiert, wie viel Flüssigkeit eines gefüllten Körpers in einen anderen passt. So wurde schon jetzt deutlich: Mit Experimenten und Ausprobieren kann das Lernen in jedem Fall interessant sein und Spaß machen.


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