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Feldstrasse Güstrow : Ewiges Ärgernis verschwindet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Feldstraße 44 wird abgerissen - Neuer Eigentümer plant Neubau.

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Auf der vielleicht längsten Baustelle in der Barlachstadt, gemessen an der Zeit der Umzäunung, gibt es seit einigen Tagen Aktivität: Die Feldstraße 44 wird abgerissen! Ein Vorgang, der wahrlich das Ausrufezeichen verdient. Denn seit genau neun Jahren, seit dem 30. September 2008, ist das Haus gesperrt und zur Sicherung mit einem Zaun umgeben. Weil die Ruine nicht mehr nur nicht ansehnlich ist, sondern mit ihrem Sicherungszaun auch den Fuß- und Radweg blockierte, geriet der Zustand zum Dauerärgernis. Regelmäßig hatten sich Leser, also Bürger, über das Unding beklagt. Sogar Anzeigen soll es gegeben haben. Regelmäßig hieß die entmutigende Antwort aus Stadt- und Kreisverwaltung nur: Nichts zu machen. Im Gegenteil: Um die Sicherheit für Passanten zu gewährleisten, rückte der Bauzaun im Laufe der Zeit sogar immer weiter in den Weg hinein, bis am Ende nichts mehr davon übrig blieb.

Jetzt endlich, nach zwischenzeitlicher Zwangsversteigerung, in deren Ergebnis jedoch auch nicht das erhoffte Ergebnis eintrat, hat sich ein Eigentümer gefunden, der tatsächlich etwas vor hat mit dem Objekt. Ende des vergangenen Jahres habe er das Grundstück erworben, gibt Martin Warnick Auskunft. „Ich hatte das Haus schon länger beobachtet“, berichtet der Güstrower Bauunternehmer, und dass die einsturzgefährdete Ruine immer mehr zur Gefahr wurde. Bis in den November hinein rechnet er noch mit den Abrissarbeiten. Danach wolle er an dieser Stelle ein Wohnhaus mit drei Wohnungen auf drei Geschossen errichten. Es soll ein moderner Neubau werden, den der Architekt Andreas Langkau projektiert. Denkmalpflegerische Auflagen gebe es nicht, da das Abrisshaus keinen Denkmalstatus habe und auch nicht im Sanierungsgebiet liege. Der Bauantrag sei gestellt. Wenn alles wie erhofft klappt, soll das neue Haus zum Ende des kommenden Jahres stehen und die Mieter einziehen können, denkt Martin Warnick.

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