Asylunterkunft : European Homecare betreibt auch neues Asylbewerberheim in Güstrower Südstadt

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28. November 2014, 06:00 Uhr

Die European Homecare GmbH aus Essen hat in dieser Woche vom Landkreis Rostock den Zuschlag zur Betreibung der neuen Asylbewerberunterkunft in der Güstrower Südstadt bekommen. Das Unternehmen betreibt bereits die Unterkünfte im Waldweg und in der Demmlerstraße.

European Homecare war vor kurzem in die Schlagzeilen geraten, weil es in einer Asylunterkunft in Nordrhein-Westfalen zu Misshandlungen an einigen Bewohnern gekommen war. Bei den Tätern soll es sich um Mitarbeiter einer privaten Wachfirma gehandelt haben, die im Auftrag von European Homecare tätig war. Das Unternehmen hatte daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Wachdienst aufgekündigt. Auch Rainer Boldt, stellvertretender Landrat, kennt diese Vorwürfe. „In diesem Fall handelte es sich um einen Subunternehmer des Betreibers European Homecare. Das ist bei uns anders geregelt“, sagte er gestern auf SVZ-Nachfrage. „Die Wachdienste für Asylunterkünfte werden vom Landkreis selbst beauftragt und nicht von European Homecare. Die Wachdienste sind uns somit direkt verantwortlich.“

Boldt ist überzeugt, mit der Beauftragung von European Homecare für die neue Asylunterkunft in der Güstrower Südstadt die beste Lösung gefunden zu haben. „Da sie bereits zwei Unterkünfte in Güstrow betreiben, lässt sich die Arbeit vor Ort besser koordinieren, was z.B. Service und Personaleinsatz betrifft“, sagt er.

European Homecare ist bundesweit tätig und betreut auch mehrere Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern. Die Heime in Güstrow wurden bisher vom Malteser Hilfsdienst betreut. „Das war jedoch nur eine Übergangslösung bis zur Ausschreibung der Leistung“, so Boldt. Die neue Asylunterkunft in der Güstrower Südstadt soll bereits demnächst in Betrieb genommen werden. Hier sollen 170 Flüchtlinge unterkommen. „Die baulichen Arbeiten sind abgeschlossen, gerade läuft die Inneneinrichtung“, informiert Rainer Boldt.

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