Tag des offenen Denkmals : Europa trifft sich in Rossewitz

Das Schloss Rossewitz wurde vom französischen Baumeister Charles Philippe Dieussart entworfen.
Das Schloss Rossewitz wurde vom französischen Baumeister Charles Philippe Dieussart entworfen.

Der Tag des offenen Denkmals am 9. September stellt Verbindendes in Europa in den Mittelpunkt – gutes Beispiel: Schloss Rossewitz.

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23. Februar 2018, 05:00 Uhr

In der Barlachstadt Güstrow und darüber hinaus ist vieles zu entdecken, was verbindet. Der Tag des offenen Denkmals am 9. September steht diesmal unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Zum Jubiläum der Kulturaktion nimmt man damit explizit Bezug auf den Slogan des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“. Es ist die Gelegenheit sich zu vergegenwärtigen, welche europäischen Einflüsse sich in der Denkmallandschaft finden lassen, welche länderübergreifend tätigen Bauherren ihre Spuren in den Städten hinterlassen haben. Baustile, Stilelemente, Materialien sowie technische oder künstlerische Fertigkeiten können Auskunft über vielfältige Verbindungen im europäischen Raum geben. Beispiele finden sich unter anderem in Güstrow und Rossewitz.

Charles Philippe Dieussart, Architekt des Schlosses Rossewitz, war Hugenotte. Er war über Holland nach Mecklenburg gekommen. Mitte des 17. Jahrhunderts ließ Johann von Vieregge auf den Fundamenten einer zerstörten Burg das Herrenhaus errichten. Mit einer illusionistischen Wandmalerei im großen Saal passt das Schloss außerdem zum Thema. Italienische Meister könnten hier am Werk gewesen sein. Nach 2000 war die Wandmalerei in einem Projekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konserviert worden.

Charles Philippe Dieussart hinterließ auch am Güstrower Schloss Spuren – Torhaus und Schlossbrücke gehen auf sein Konto. Bekannter im Zusammenhang mit dem Schloss ist der Architekt Franz Parr mit familiären Wurzeln in der Lombardei. Übrigens zog der Baumeister nach seiner Tätigkeit in Güstrow weiter nach Schweden. Apropos Schweden: Ölandplatten, die als Ballast auf den Schiffen für Stabilität sorgten, sind in vielen Hausfluren oder Treppen Güstrower Häuser zu finden.

Die Stadt Güstrow wird in gewohnter Weise ein umfangreiches Programm für den Denkmaltag erarbeiten. Auch beim Landkreis denkt man erneut darüber nach, über die Volkshochschule ein Reiseprogramm über Land an diesem zweiten Septembersonntag anzubieten, Gelegenheit für die Güstrower, sich im nördlichen Teil des Landkreises Rostock umzusehen, wie Kreissprecher Michael Fengler betont.

Anmeldeschluss am 31. Mai:

Anmeldung zum Tag des offenen Denkmals bis 31. Mai unter www.tag-des-offenen-denkmals.de oder schriftlich bei der Stiftung, E-Mail info@tag-des-offenen-denkmals.de.

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