zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 01:16 Uhr

Mühl Rosin : Etwas Heimatliebe im Flur

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Hobbyfotografen aus Mühl Rosin stellen ihre Bilder in den Gängen der Warnow-Klinik in Bützow aus.

von
erstellt am 10.Nov.2017 | 12:00 Uhr

Vor rund fünf Jahren hatte sich die Interessengemeinschaft Fotografie im Verein Bisdede der Gemeinde Mühl Rosin gegründet. „Uns alle verband eine Leidenschaft für Fotografie und Natur“, sagt Beate Meder-Trost, die eine von denen war, die die Gruppe ins Leben gerufen haben. Gestern bestückten sie den Flur der Station 4b der Warnow-Klinik in Bützow mit einer neuen Ausstellung. Es ist dort bereits die dritte.

Vor ein paar Jahren allerdings erkrankte ein anderes Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft an Krebs und wurde in der Warnow-Klinik stationär behandelt. Dort kam es zu einem Gespräch mit dem damaligen Geschäftsführer der Klinik, ob man nicht ein paar Fotos der Gruppe in den Fluren aufhängen wolle. Eine Zeit lang blieb es bei der Idee, erklärt Beate Meder-Trost. Doch vor eineinhalb Jahren hätten sie nochmals Kontakt zum Krankenhaus aufgenommen. In Gedenken an die Fotoliebhaberin, die den Kampf gegen den Krebs inzwischen verloren hatte, kam es zur ersten Ausstellung der Gruppe. Diese trug den Titel „Augenblicke im Bisdedeland“.

„Den Schwestern und Patienten haben die Bilder so gut gefallen, dass es nicht bei einer Ausstellung blieb“, erzählt Beate Meder-Trost. Im folgenden Jahr wurden die Bilder durch neuere Aufnahmen ersetzt. Diese zweite Schau stand unter dem Motto „Natur in MV“ und zeigte Motive aus der Heimat. Nun brachten die Hobbyfotografen die Bilder für die dritte Ausstellung in der Warnow-Klinik nach Bützow. Insgesamt 17 Fotos und ein Gruppenfoto der Lichtbildner zieren nun die Wände. Der Geschäftsführer stellte sogar zusätzliche Bilderrahmen bereit. Wieder einmal nehmen sie Bezug zu Natur und Heimat. „Die Fotos haben wir unter dem Thema Brücken – Verbindung zur Heimat zusammengestellt“, informiert Beate Meder-Trost. So würden die Fotos diesmal kleine Brücken und versteckte Objekte in der Natur zeigen, die allesamt aus der Region stammen.

„Es ist einfach spannend zu sehen, was aus unserem Projekt geworden ist. Jeder von uns besitzt eine andere Vorliebe und das sieht man auch auf den Fotos. Ich zum Beispiel fotografiere total gerne Tiere, besonders Vögel haben es mir angetan“, erzählt Beate Meder-Trost. Dazu passt es auch, dass sie weitestgehend auf Bildbearbeitung verzichtet. Zwar regle sie ein wenig an Kontrast und Helligkeit oder schneide die Fotos etwas zu, viel mehr mache sie allerdings nicht. Die Natur so unverfälscht wie möglich abgebildet werden. „Die größte Freude ist es für mich, einfach draußen zu sein. Meine Kamera habe ich sowieso immer dabei.“

Die aktuelle Ausstellung in der Warnow-Klinik wird wieder einige Zeit für Personal und Patienten zu begutachten sein. Spätestens in einem Jahr sollen aber schon die nächsten Fotos die alten ablösen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen