zur Navigation springen

SVZ-Interviewserie „20 Fragen“ : „Es freut sich schöner gemeinsam“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Joachim Voss, der Mecklenburger organisiert die Kinder- und Jugendarbeit u.a. in der Kirchenregion Güstrow

Das Leben von Joachim Voss, geboren 1959 in Woldegk , ist eng mit der Kirche verbunden. Mit seiner Frau kam er 1983 nach Güstrow in die Domgemeinde: sie als Gemeindepädagogin, er als Diakon für Jugend- und Gemeindearbeit. Seit 1999 ist Joachim Voss übergemeindlich tätig: erst als Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis Güstrow, seit der Neustrukturierung 2012 (Nordkirche) als Regionalreferent für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Kirchenregionen Güstrow und Mecklenburgische Schweiz. Er berät und unterstützt Kirchengemeinden in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, organisiert Fahrten, Freizeiten, Seminare, Konfirmandenkurse u. a. Veranstaltungen. Auch die Pfadfinderarbeit mit Gruppen in Serrahn, Remplin und Güstrow gehört dazu. Joachim Voss und seine Frau haben sechs Kinder im Alter von acht bis 30 Jahren und bereits fünf Enkelkinder.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich bin beruflich viel unterwegs und dann sehr gern zu Hause bei meiner Familie. Hier in Güstrow ist mir der Dom ganz besonders lieb: hier wurden wir getraut und die meisten unserer Kinder getauft, hier sind wir, auch in der Gemeinde, zu Hause.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Das klingt, als wäre der Bürgermeister ein kleiner König, der das mal eben so könnte. Aber im Ernst: Ich denke, Güstrow ist auf einem guten Weg, und daran hat auch der Bürgermeister erheblichen Anteil.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Unterwegs – daher bin ich am besten per Handy erreichbar.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Kartoffelsammeln in der LPG.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe mir ein 28er-Fahrrad zusammengespart.
Was würden Sie gerne können?
Schwedisch – denn Schweden ist das Land meiner Träume. Und Segeln, weil es einfach genial ist, die Kräfte der Natur zu nutzen, ohne sie zu verbrauchen oder zu verschmutzen.
Was stört Sie an anderen?
Rücksichtslosigkeit und Engstirnigkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich komme gerade von der Mitarbeitendentagung der Kinder- und Jugendarbeit in Mecklenburg und Vorpommern, habe viele Kollegen und Freunde getroffen, viel erzählt und viel gelacht.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Mein Fahrrad unangeschlossen in den Sumpfseewiese abgestellt, weil ich nur schnell einen Schatz für die Pfadfinder verstecken wollte. Als ich wiederkam, war das Rad weg.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mit Helden hab ich es nicht so. Aber es gibt viele Menschen, vor denen ich große Hochachtung habe, weil sie mit Mut und Tatkraft für andere einstehen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Wohin sollen wir gehen?“ - Lebenserinnerungen von Heinrich Rathke. Als mecklenburgischer Pastor und Landesbischof in der DDR war er jemand, der sich aufrecht unter Schwierigkeiten und Gefahren für seinen Glauben und für Menschen eingesetzt hat.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Für so ein „Muss“ bin ich viel zu unregelmäßig zu Hause.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch. Lieber mit dem Fernglas irgendwo draußen in Feld und Wald.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den schwedischen Schriftsteller Per Olov Enquist, den Autor von „Großvater und die Wölfe“, eines der tollsten Kinderbücher, die ich kenne.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich bin Nudelfan. Meine Spezialität ist Nudelauflauf in verschiedenen Varianten, z. B. mit Kassler, Tomaten und Rührei – und in jedem Fall mit viel Käse.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Ich wollte wie Orpheus singen“ – und viele andere Lieder von Reinhard Mey.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Da gibt es viele, besonders die mit viel Liebe und Fantasie gebastelten unserer Kinder. Ein ganz besonderes Geschenk war ein Fernglas, das mir vor etlichen Jahren die Serrahner Pfadfindergruppe schenkte. Da war ich sprachlos.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich würde gern Schweden noch viel ausführlicher bereisen. Am liebsten mit meiner Familie – es freut sich viel schöner gemeinsam.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Mit meiner Frau Musik machen, lesen, Verwandte und Freunde besuchen, Regale bauen und mir in aller Ruhe ein paar ehrenamtliche Aufgaben suchen – vielleicht auch mal im Naturschutz.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Michael Schörk, ein Mann mit einem großen Herzen, der sich an vielen Stellen in der Stadt Güstrow und in der Domgemeinde engagiert.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen