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GEmeinde gegen Vorschlag : Es bleibt bei 150 Euro für Trauerhalle

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mehrheit der Lohmener Gemeindevertreter lehnt Antrag auf kostenlose Nutzung der Halle ab

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Die Nutzung der Trauerhalle in Lohmen wird auch weiterhin kostenpflichtig bleiben. Darauf verständigten sich auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich die Gemeindevertreter.

Damit lehnten sie den Antrag des Gemeindevertreters Wilfried Neick (Einzelbewerber) ab, die Trauerhalle künftig unentgeltlich für Bestattungen zur Verfügung zu stellen. „Aus Pietätsgründen und aus Respekt und Mitgefühl mit dem verstorbenen Bürger, der ja in der Regel in der Gemeinde lebte“, begründete Neick seinen Vorschlag. Wenn jemand stirbt, haben die Angehörigen neben dem Kummer sowieso schon eine Menge an Kosten zu tragen, meinte er. Da sei es doch ein zumutbarer Beitrag von der Gemeinde, nicht auch noch Kosten für die Trauerhalle zu verlangen, findet er.

„Damit wären wir dann wohl die einzige Gemeinde in ganz Deutschland, die so etwas macht“, meinte Bürgermeister Bernd Dikau. Die Trauerhalle sei einst zusammen mit der Kirchgemeinde gebaut worden und die Gemeinde habe sie dann über Erbbaupacht gemietet, erläuterte er. Für die Nutzung der Trauerhalle sind 150 Euro zu bezahlen. doch seien die tatsächlichen Kosten doppelt so hoch, meint Dikau. „Die Gemeinde bezuschusst die Trauerhalle schon mit über 50 Prozent“, betont er. Letztes Jahr habe es darin fünf Trauerfeiern gegeben. Das brachte Einnahmen von 750 Euro, machte er die Rechnung auf. „Ausgegeben für die Trauerhalle aber hat die Gemeinde im letzten Jahr 2500 Euro“, sagt der Bürgermeister.

„Ich finde, dass der Beitrag von 150 Euro angemessen ist“, erhielt er Schützenhilfe von Marco Schweder (WG). „Wir unterstützen die Trauerhalle mit über der Hälfte, unterstützen die Kita und haben viele Investitionen vor.“ Damit sei die Gemeinde genug belastet, findet Schweder. Damit war der Vorschlag von Wilfried Neick vom Tisch. Es bleibt also weiterhin bei einer Nutzungsgebühr von 150 Euro für die Trauerhalle.

Wobei der Bürgermeister dennoch hofft, wie er sagt, dass möglichst wenig Trauerfeiern in der Gemeinde stattfinden müssen…

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