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Güstrower Anzeiger

20. August 2017 | 23:15 Uhr

Kuchelmiss : Erster Kükenmarkt am Sonnabend

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Rassegeflügelzüchter locken mit neuem Angebot nach Kuchelmiß und wollen mit Gästen ins Gespräch kommen.

Kaum hat sich die Tür geöffnet, laufen die kleine Wattebäuschchen laut piepsend hin und her und versammeln sich schließlich in einer Ecke des kleinen Verschlages im Hühnerstall. Am Wochenende erst sind sie geschlüpft, am Sonnabend werden sie auf dem ersten Kükenmarkt, den der Krakower Rassegeflügelverein am Sonnabend am Mühlenweg 2 in Kuchelmiß (Pension Nebeltal) veranstaltet, angeboten.

Die Artgenossen gleich neben an sind schon ein gehöriges Stück größer. „Die ersten waren schon im Januar geschlüpft“, berichtet Detlef Käding (58). Wenn man sie auf den Geflügelschauen im Herbst zeigen will, muss man zeitig beginnen, erklärt der Hobbyzüchter aus Klueß, der sich auf große Italiener und Mechelner spezialisiert hat. Eigens für den ersten Kükenmarkt sei die zweite Ration ausgebrütet worden. „So passen die flauschigen Küken wunderbar zu Ostern“, sagt Detlef Käding und hofft auf viele Besucher – vornehmlich auch Familien – am Sonnabend bei der Kükenbörse. Gleichzeitig startet dort das Café der Pension in die Saison.

Schwieriger Start nach langer Stallpflicht
 

Zusammen mit seiner Frau Sigrid Käding, die seine Begeisterung für die Geflügelzucht teilt, hatte er im vergangenen Jahr einem Kükenmarkt im Brandenburgischen besucht und die Idee mit nach Krakow am See gebracht. Im Verein war man sich bald einig es mit so einem Markt zu versuchen. Dann kam die Vogelgrippe. Fast hätte man die Idee ad acta legen müssen. Dann aber die Aufhebung der Stallpflicht und nun auch die Genehmigung aus dem Veterinäramt des Landkreises, berichtet Gerd Möller vom Vereinsvorstand. „Es ist ein schwieriger Start, aber wir versuchen es“, sagt er. Ein Grund dafür sei u.a. die Stallpflicht mit all ihren Neben- und Nachwirkungen. Sie habe besonders die kleine Züchter vor enorme Herausforderungen gestellt. „Das Ende vom Lied wird sein, dass mancher aufgibt und damit würde die Vielfalt der Rassen verloren gehen“, erklärt Gerd Möller. Auf dem Kükenmarkt wolle man eben diese Vielfalt zeigen. Und auch das wird nicht ganz einfach, denn eine Folge der monatelangen Aufstallung sind deutliche Ausfälle bei der Nachzucht. Gerd Möllers Große Holländer passten diesmal. Er kann keine Küken auf den Markt bringen. Auch die Mechelner von Detlef Käding hielten sich sehr zurück. „Das reicht gerade aus, um den Erhalt sicherzustellen“, schätzt der Hobbyzüchter ein. Bei den Italienern habe die Befruchtungsrate zumindest noch bei 70 Prozent gelegen. „Den Tieren fehlte die Natur“, erklärt Detlef Käding. Die Hühner, so erzählt er weiter, hatten im Stall schon angefangen, Eier zu fressen. Als sie wieder ins Freie konnten, hörten sie sofort wieder damit auf. „Ich hoffe nur, dass uns so etwas wie diese lange Stallpflicht nicht wieder passiert“, sagt der 58-Jährige. Auch darüber wolle man mit den Besuchern des Kükenmarktes ins Gespräch kommen.

Freude an schönen Tieren

Zugegeben sei sein Hobby mit einem ganz schönen Aufwand verbunden, aber als Erwerbsunfähigkeitsrenter habe er so eine Aufgabe, immer zu tun und sei viel draußen. Das wiederum tue ihm gut, betont Sigrid Käding. Beide sehen sich – was Fleisch anbelangt – als Selbstversorger, denn neben den Hühnern gibt es auch noch Enten, Kaninchen und Schafe. Die Mechelner – eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist – halte man, weil es einfach schöne Tiere sind, sie weniger Eier als andere Rassen, diese aber gern auch im Winter legen und sie gegenüber dem Durchschnittshuhn nach längerer Aufzuchtzeit eben auch wunderbares Fleisch liefern würden. 1998 begann Detlef Käding mit der Geflügelzucht. Seither ist er Mitglied im Rassegeflügelverein Krakow am See und Umgebung von 1953.

 

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erstellt am 11.Apr.2017 | 21:00 Uhr

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