Güstrow : Erster Doppelhaushalt für Güstrow

Erste Lesung des städtischen Etats für 2014 und 2015/Keine höheren Belastungen für Bürger und Firmen

Keine weiteren Belastungen für Bürger und Unternehmen – CDU-Frontmann Torsten Renz zeigt sich zufrieden mit den Haushaltsansätzen für die kommenden zwei Jahre. Erstmals legt die Güstrower Stadtkämmerei jetzt einen Doppelhaushalt vor. Zahlen für 2014 und 2015, und das bereits im Jahr 2013: Das erscheint wie ein Wunder angesichts vergangener Jahre mit Etat-Enwürfen erst im neuen Jahr, und nach dem erst zweiten Doppik-Jahr.

Doch aus Sicht des Bürgermeisters erscheint das Dokument in sich schlüssig und könnte am 13. Februar beschlossen werden. Noch sind nicht alle Zahlen endgültig, doch wichtige Marken stehen fest. „Maß halten“ sei weiter geboten, und doch kommt Güstrow z.B. seit 2010 ohne Erhöhung der Steuerhebesätze aus. Freiwillige Leistungen wären seit Jahren mit rund 2,1 Millionen Euro konstant. Gern benennt Arne Schuldt (parteilos) hier die Jugendarbeit, die mit 176 000 Euro aus dem Stadtsäckel gefördert wird.

Im Ergebnis ist für 2014 ein Minus von 4,9 Millionen Euro prognostiziert, das 2015 auf 3,7 Millionen sinken soll. Größter Posten bei den Ausgaben im Gesamtvolumen von knapp 37 Millionen Euro sind mit 11 Millionen Euro die Personalkosten. Die steigen gegenüber den vergangenen Jahren (2013: 10,4 Mio) trotz altersbedingten Personalabbaus weiter leicht. Erst ab 2016 wird mit einem leichten Rückgang bei Gehältern, Löhnen, Pensionszahlungen kalkuliert.

Gut möglich, dass danach die Kreisumlage zum größten Geldfresser im städtischen Haushalt avancieren könnte. Mit der Annahme des aktuellen Prozentsatzes macht die nun jährlich 9,2 Millionen Euro aus, zusätzlich sind knapp 200 000 Euro Altfehlbetrags-umlage in den Kreishaushalt abzuführen.

Mit 5,6 Millionen (Eigenanteilen) nehmen sich dagegen die Investitionsaufwändungen fast schon zurückhaltend aus. Den Löwenanteil davon verschlingt die Sanierung der Domschule und der Kerstingschule. Da schleichen sich auch „Bauchschmerzen“ ein, jedenfalls bei Hartmut Reimann (SPD), „weil ich eine Trend sehe, dass wir bei den Investitionen nicht mehr aus dem Vollen schöpfen können“.

Als „großes Manko“ bezeichnet Reimann zudem die kaum darstellbaren Abschreibungen. Immerhin: Weiterer Kassenkredite, eines Dispos also, müsse Güstrow sich 2015 nicht mehr bedienen, stellt Torsten Renz auch zufrieden fest.

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