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Wohnen für Senioren : Erste Wohngruppe fast komplett

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In der früheren Berufsschule am Ulrichplatz Menschen mit demenziellen Erkrankungen betreut

Kaffeeduft zieht durch den geräumigen Gemeinschaftsraum der oberen Wohngruppe in der Villa „Regenbogen“. Magda Behrendt würfelt und freut sich, dass sie wieder ein paar Felder auf dem Spielplan von „Mensch ärgere dich nicht“ voran kommt.

Die 79-Jährige gehört schon zu den „Alteingesessenen“ in der Villa am Ulrichplatz 7, obwohl sie hier erst seit gut zwei Wochen wohnt. „Ursprünglich sollten die ersten Bewohner schon im Sommer einziehen, aber dann hat es doch noch Verzögerungen gegeben“, sagt Felix Grasshoff, Geschäftsführer des Pflegedienstes Pringal, der die Einrichtung betreut. Früher war unter dieser Adresse die Berufliche Schule des Landkreises Güstrow für sozialpädagogische Berufe zu finden. „Nach der umfangreichen Sanierung gab es dann kleinere Probleme mit dem Fahrstuhl, oder ein Fenster klemmte“, erinnert sich Grasshoff. Es sollte aber alles tipptopp sein, wenn die ersten Bewohner einziehen.

Inzwischen steht das Telefon kaum noch still. „Angehörige melden sich und wollen mehr zu unserem Konzept hören“, sagt der Geschäftsführer. Er rechnet damit, dass die zehn Wohnungen der oberen Wohngruppe noch in dieser Woche belegt werden. In der unteren Etage gibt es noch einmal neun Wohnungen. Bis Ende November, Mitte Dezember dürfte alles belegt sein, rechnet Grasshoff. Der Geschäftsführer hat bereits fünf neue Kollegen eingestellt, um die Betreuung und Versorgung der Bewohner rund um die Uhr zu sichern. Weitere Einstellungen folgen, wenn die zweite Wohngruppe bezogen wird.

In der Villa steht jeder Wohngruppe ein Gemeinschaftsraum mit Küche sowie individuell jedem Bewohner ein eigenes Zimmer mit Duschbad zur Verfügung. „Meine Kinder haben mir alles schön eingerichtet. Die Couch, die Anbauwand mit Sammeltassen, Fotos und vielen anderen Erinnerungen“, freut sich Magda Behrendt und versichert, dass sie schon in ihrem neuen Zuhause angekommen sei.

„Wichtig ist, dass unsere Bewohner selbstbestimmt leben können und ein gesundes Verhältnis zwischen fordern und fördern besteht“, sagt Grasshoff, der über das Konzept einer ambulanten Pflege-WG eine Bachelor-Arbeit geschrieben und einen Leitfaden entwickelt hat.

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