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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 19:48 Uhr

Diakonie : Erste mobile Suchtberatung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neues Projekt des Serrahner Diakoniewerks zur Frühintervention / Alkoholkranke Menschen auf dem Lande im Blick

Suchtberater Wolfgang Schulz besucht suchtkranke Menschen neuerdings auch zu Hause. Unter dem Motto: „Es ist keine Schande, suchtkrank zu sein, aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun“, ist er mobil unterwegs. Das Angebot gilt für den gesamten Landkreis Rostock. Mit dem neuen Projekt der Serrahner Diakoniewerk gGmbH werden mehr alkoholkranke Menschen auf dem Lande erreicht.

Im Bereich Bützow besuchte Wolfgang Schulz in den vergangenen Monaten die Bürgermeister der Ortschaften und informierte über sein Angebot. „Die Resonanz ist positiv“, sagt der erfahrene Mitarbeiter. Auch Schuldnerberatungen, Arbeitsämter, Justizbehörden sowie Bewährungshelfer, Jobcenter, medizinische Dienste, Kirchen und Hausärzte werden über die mobile Suchtberatung informiert. „Viele Betroffene sind nicht mobil, andere scheuen sich, in eine Beratungsstelle zu gehen“, weiß der Suchtberater aus Erfahrung. Darum sei es wichtig, Menschen zu helfen, diese oftmals unüberwindliche Schwelle noch niedriger zu gestalten. „Bei einem ersten Gespräch in der Häuslichkeit wird die mögliche Angst genommen“, sagt Wolfgang Schulz.

Für ihn ist dies eine sehr schöne und neue Aufgabe. Das Projekt begann im vergangenen Jahr. Das Deutsche Hilfswerk der Fernsehlotterie machte es mit einer Spende von 70 000 Euro möglich. Über drei Jahre wird das Projekt laufen, um Hilfe dort zu ermöglichen, wo die Not am größten ist.

„Menschen, die aufgrund ihres exzessiven Alkoholkonsums in problematischen, teilweise verwahrlosten und lebensbedrohlichen Umständen leben, werden durch kein Hilfesystem erreicht“, ist sich Wolfgang Schulz sicher. Die mobile Suchtberatung zur Frühintervention könne eine Verschlimmerung der Situation mindern oder vermeiden. Das bestehende Hilfesystem werde durch das Angebot der mobilen Suchtberatung ergänzt und mache es leistungsfähiger. Auch Nachbarn, Freunde oder Ärzte können sich melden, um einem Betroffenen Hilfe zu vermitteln. Die Kontaktdaten: Wolfgang Schulz, Telefon 03 84 56/6 25 34 oder 01 73/237 16 38.

 


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