Eine Zukunft für die Speicher in Güstrower Speicherstrasse: : Erste Mieter in saniertem Speicher

Das Team der „Physiotherapie im Speicher“: Kathleen Jarling, Susann Braun, Erika Eichler und Arne Völker (von links).  Fotos: Christian Menzel (2)
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Das Team der „Physiotherapie im Speicher“: Kathleen Jarling, Susann Braun, Erika Eichler und Arne Völker (von links). Fotos: Christian Menzel (2)

Physiotherapie Braun zog als erste in sanierte Räume ein

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09. Juni 2015, 04:00 Uhr

Susann Braun ist die erste Mieterin im ehemaligen Haackertschen Speicher in der Speicherstraße 29. Über 20 Jahre betrieb sie ihre Physiotherapiepraxis S. Harloff in der Speicherstraße 31 und nennt ihre neue Adresse jetzt passend „Physiotherapie im Speicher“.

Die neue Praxis bietet den Patienten ein großzügiges und barrierefreies Behandlungsumfeld.

„Wir brauchten nur zwei Häuser weiter zu ziehen. Das ist auch gut für unsere Patienten, die nicht lange nach der neuen Adresse suchen müssen“, sagt die Geschäftsführerin. Mit ihren drei Mitarbeitern bietet sie die gängigen physiotherapeutischen Kassenleistungen an und hat sich spezialisiert auf Patienten mit Erkrankungen und Dysfunktionen des Kiefergelenks und mit neurologischen Erkrankungen.

Als großes Plus für ihr neues Domizil bezeichnet sie 100 Quadratmeter mehr, die ihr nun an Fläche zur Verfügung stehen. Wartezimmer, Anmeldetresen und Behandlungszimmer fügen sich harmonisch ein in die mit Balken durchsetzte Praxis.

Der Charakter eines Speichers ist erhalten geblieben und bildet gleichzeitig ein angenehmes Ambiente für die neue Nutzung. „Ich konnte von Anfang an mitbestimmen, wie ich die Räume zugeschnitten und eingerichtet haben wollte“, sagt Braun. Besonders froh ist sie über ihren etwa 40 Quadratmeter großen Kursraum. Der verfügt über einen separaten Zugang und eignet sich daher sehr gut für die Angebote externer Kursleiter. „Wir haben bereits Meditationstraining, Kurse zur Stressbewältigung, Rückenschule und autogenes Training. Denkbar wären weitere Kurse wie Yoga, Pilates, Sturzprophylaxe oder Ernährungsberatung. Also die ganze Palette, die mithilft, Patienten in Bewegung zu bringen“, sagt die Physiotherapeutin.

Im Laufe des Jahres wird der gesamte Speicher, der von August Haackert einst zur Lagerung von Kohlen, Baustoffen und Eisen errichtet wurde und nach der Wende mit Getreide gefüllt war, belegt. „In die erste Etage wird eine Tagespflege für Urlaubs- und Verhinderungspflege einziehen, darüber entstehen acht Einheiten für Betreutes Wohnen“, informiert Peter Boenigk, der zusammen mit Uwe Krüger die Speicher GbR gegründet hat. Nach der Sanierung des Speichers im Werksweg ist die Nummer 29 in der Speicherstraße das zweite Objekt. Ein Fahrstuhl soll im Juli eingebaut werden und das barrierefreie Erreichen aller Bereiche ermöglichen. Auch für den daneben liegenden Speicher mit der Nummer 28 zeichnet sich eine Verwendung ab. „Wir haben das Gebäude bisher entkernt und das Dach instand gesetzt. Geplant ist dort die Einrichtung einer stationären Pflege“, sagt Boenigk. Er hat erfahren, dass die Speicher um 1930 erbaut worden sein sollen, schätzt sie aber älter ein. „Wenn etwas Zeit ist, wollen wir die Geschichte der Haackertschen Speicher recherchieren“, sagt er.

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