Saisonstart : Erste Camper schon da

Platzwart Jan van Gercum zeigt den Bereich unmittelbar am See, auf dem im nächsten Jahr vier Bungalows für Radler und Angler errichtet werden sollen.
Platzwart Jan van Gercum zeigt den Bereich unmittelbar am See, auf dem im nächsten Jahr vier Bungalows für Radler und Angler errichtet werden sollen.

Krakower Campingplatz auf die neue Saison gut vorbereitet / Wohnungsgesellschaft Krakow am See Wokra neuer Eigentümer

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27. März 2015, 23:30 Uhr

Marion und Horst Wickboldt aus Börgerende haben ihren Wohnwagen auf dem Krakower Campingplatz schon saisonfein gemacht. Die Wickboldts sind seit Jahrzehnten leidenschaftliche Camper. Horst Wickboldt (77): „Wir waren schon zu DDR-Zeiten hier, haben dann vieles andere kennen gelernt, waren über zehn Jahre mit unserem Wohnmobil von November bis März in Spanien.“ Dann wollten sie aber wieder heimisch werden. Seit 2014 haben die Börgerender ihr „Zelt“ wiederum in Krakow am See aufgeschlagen. Marion Wickboldt: „Hier stimmt die Qualität und die Natur gefällt uns besonders gut.“

Das hört Jan van Gercum sehr gern. Der Krakower ist sozusagen der Platzwart, wenn auch in seinem Arbeitsvertrag kaufmännischer Mitarbeiter steht. Denn diese Funktion bekleidet er offiziell in der Wohnungsgesellschaft Krakow am See (Wokra), die seit diesem Jahr den Platz als Eigentümer betreibt. Van Gercum sieht in der Meinung der Familie Wickboldt die Philosophie bestätigt, die die Wokra für alle Camper verfolgt und durchsetzen möchte. „Unser Campingplatz punktet mit Sicherheit, Ordnung, Qualität, Sauberkeit sowie Freundlichkeit“, erklärt der 25-jährige Kaufmann für Touristik und Freizeit, der auf dem Campingplatz seinen Traumjob gefunden.


Noch kein Betreiber für Campertreff


Die Liste der Neuerungen für die Saison ist stattlich. Elektroanschlussschränke wurden umgerüstet und verfügen jetzt über einen eigenen Schutzschalter. Sanitäranlagen wurden erneuert und Abwasserleitungen ausgetauscht. „Wir hoffen, dass damit das Problem der ständigen Verstopfungen beseitigt ist“, sagt van Gercum. Allerdings funktioniere das nur, wenn die Camper auch mitmachen. Gerne werden die Camper zur Kenntnis nehmen, dass ab dieser Saison das Duschen ohne Marken und damit kostenlos ist und auch die Schrankenanlage an der Rezeption wieder funktioniert. Apropos Rezeption: Die ist generalüberholt. Van Gercum: „Wir haben jetzt alle elektronischen Werkzeuge auf dem neuesten Stand.“

Ein Wermutstropfen zum Seisonstart: Nachdem Sigmar Krüger im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen ist, gibt es noch keinen neuen Betreiber für den Campertreff. „Das ist ärgerlich, aber wir arbeiten an einer Lösung“, sagt Thomas Bachmann, Wokra-Geschäftsführer. Bachmann verweist aber auch auf einen für ihn großen Erfolg, ein Abfallplatz mit 19 neuen Container. Dort kann der Müll jetzt getrennt erfasst und auch Grünschnitt deponiert werden. Auf dem ehemaligen Platz für Grünschnitt ist jetzt Raum für Bootstrailer. Neu angelegt sind nahe am Ufer des Krakower Sees auch fünf Stellplätze. Weitere sollen in den nächsten Jahren hinzu kommen.


Ziel: mit Fusion in die schwarzen Zahlen


Summa summarum sieht Platzwart van Gercum gute Voraussetzungen, an die guten Belegungszahlen der vergangenen zwei Jahre anzuknüpfen: „Wir hatten 2014 auf unseren 220 Stellplätzen 16 000 Übernachtungen, inklusive der Dauercamper, die die Hälfte der Plätze belegen.“ Das soll unbedingt wieder erreicht werden. Der bisherige Campingplatzeigentümer, die Tourismus GmbH Krakower See, fusioniert dieses Jahr mit der Muttergesellschaft Wokra Krakow am See GmbH (SVZ berichtete). Im Vorgriff auf diese Verschmelzung, bei der die Tourismus GmbH laut Beschluss der Stadtvertretung in die Wokra aufgeht, wurde zu Jahresbeginn, wie Bachmann bestätigt, zwischen beiden Unternehmen ein Geschäftsbesorgungs- und Betriebsführervertrag geschlossen. Auf dessen Grundlage führe die Wokra bereits jetzt die Geschäfte der Tourismus GmbH und sei damit Vertragspartner für die Camper. Mit der neuen Struktur soll der Campingplatz schwarze Zahlen schreiben. Das war bisher nicht der Fall. Zuletzt hatte die Tourismus GmbH in jedem Jahr ein Minus von 40 000 Euro erwirtschaftet. .
 











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