zur Navigation springen

Güstrow soll wachsen : Erste Baugrundstücke im Angebot

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertreter beschlossen Veräußerung am Hengstkoppelweg für Mindestgebot / Weitere Baugrundstücke ins Auge gefasst

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Nachdem die Stadtvertreter auf Tempo gedrückt und gefordert hatten, Bauwilligen mehr und schneller Baugrundstücke für Eigenheime in Güstrow anzubieten (wir berichteten), hat die Stadt einen Gang zugelegt. Im zweiten Bauabschnitt des Hengstkoppelweges in der Nordstadt haben die Erschließungsarbeiten begonnen und die ersten Bauparzellen sind bereits ausgeschrieben worden. „Interessierte Bürger können jetzt schnell an Baugrundstücke in der Stadt kommen“, schätzte Bürgermeister Arne Schuldt auf der Stadtvertretersitzung ein.

Insgesamt könnten im Hengstkoppelweg 29 Eigenheime entstehen. Einstimmig beschlossen die Stadtvertreter die Veräußerung der Bauparzellen an die Antragsteller im zweiten Bauabschnitt zum Mindestgebot von 56 Euro pro Quadratmeter. Die Vergabe soll nach Höchstgebot erfolgen. „Wir hoffen auf einen guten Verkauf“, meinte Andreas Ohm (CDU), der sich zufrieden mit der schnellen Reaktion der Stadt zeigte. Da es zu begrüßen sei, wenn Alt und Jung aus einer Familie zusammen ziehen, sei es auf Wunsch auch möglich, an dem Standort Doppelhäuser zu bauen, sagte Schuldt.

Der Grundstücksverkauf soll in diesem Herbst über die Bühne gehen. Ab Frühjahr 2016 kann gebaut werden. Wenn der Bedarf besteht, sollen anschließend weitere 13 Grundstücke im Hengstkoppelweges erschlossen und veräußert werden. Dort könnte dann 2017 gebaut werden.

Für die Erschließung stimmten die Stadtvertreter einer Kostenteilungsvereinbarung zwischen der Stadt, den Stadtwerken Güstrow und dem Städtischen Abwasserbetrieb zu. Der Verkauf der Flächen sei ein Gradmesser dafür, ob der Bedarf an Baugrundstücken für Einzelhäuser in Güstrow wirklich so hoch ist, wie die Stadtvertreter meinen, hatte Bürgermeister Schuldt auf einer früheren Sitzung eingeschätzt.

Trotzdem hat die Stadt auftragsgemäß schon jetzt für die Zukunft auch weitere Flächen zum Bauen ins Auge gefasst. „Im Bereich Petershof/Bredentiner Weg gibt es eine größere Fläche im städtischen Eigentum. Sie ist mit landwirtschaftlichen Gebäuden, Baracken und Garagen bebaut. Zurzeit werden die Kosten und Fördermöglichkeiten für einen Abbruch der Bebauung geprüft, um dort Flächen für den Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern zu schaffen. Bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 600 m² könnten ca. 60 Bauplätze entstehen“, informierte Schuldt.

Flächen, die jeweils einem privaten Eigentümer gehören, befinden sich im Pfahlweg und im Kessiner Viertel
südlich der ehemaligen PGH Motor. Grundsätzlich hätten die Eigentümer Interesse daran, die Gebiete selbst so zu entwickeln bzw. zur Veräußerung anzubieten, dass diese dem Grundstücksmarkt kurzfristig zugeführt werden können. „Ob es letztendlich zu einer Umsetzung der Pläne kommt, entscheiden die Eigentümer der Flächen“, so Schuldt. Gemäß der bestehenden Bebauungspläne könnten am Pfahlweg 53 und im Kessiner Viertel 13 Bauplätze entstehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen