Krakow am See : Erste Arbeitsschritte getan

Karola Poleratzki (l.), Gisela Schröder und Jürgen Poleratzki legten mit Hand an.
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Karola Poleratzki (l.), Gisela Schröder und Jürgen Poleratzki legten mit Hand an.

Bürgerschaftliches Gemeinschaftsprojekt Wegbau in Krakow am See lief gut an / 25 Helfer beim ersten Arbeitseinsatz

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07. September 2015, 06:00 Uhr

Schon gut vorangekommen sind die Krakower mit dem Wegebau in Rahmannsmoor. Zwei Dutzend Leute hatten sich am Sonnabend früh an der Seniorenresidenz „Waldesblick“ zum ersten freiwilligen Arbeitseinsatz eingefunden. Genau 288 Meter weit mussten sie sich auf dem zur Dobbiner Chaussee führenden Trampelpfad durcharbeiten, nach drei, vier Stunden hatte dieser schon seine grobe Form bekommen.

Seniorenbeirat, Stadt, Wokra und das VS-Seniorenheim hatten zu dem „Subbotnik“ aufgerufen, nach dessen Abschluss die Waldesblick-Bewohner künftig auch mit Rollator und Rollstuhl leicht die Abkürzung Richtung Stadt nutzen können. Das bürgerschaftliche Projekt, obwohl schon länger angestoßen, gilt als erste große Aufgabe für den neuen Vorstand des Krakower Seniorenbeirates.

Noch sind einige solcher Sonnabende zu leisten. Bis Ende Oktober, wenn dann die richtige Regen- und Schlammzeit losgeht, hofft Rüdiger Pawelke, es geschafft zu haben. Der Technische Leiter der Wokra hat den Hut für die Koordination der Arbeiten aufgesetzt bekommen. Nachdem am Sonnabend Buschwerk beseitigt und ausgeästet sowie die Trasse für den künftigen Weg planiert wurde, stehen u.a. noch die kleinteiligen Pflasterarbeiten an. Damit alles koordiniert ablaufen kann, will Pawelke künftig direkt die Vereine im Luftkurort für einen gezielten Einsatz ansprechen. So haben sich für den kommenden Sonnabend die Handballer angemeldet, um den beruflichen Sachverstand manches ihrer Sportfreunde beim weiteren Wegebau einzubringen. „Aber natürlich ist jeder weitere Freiwillige gerne gesehen“, sagt Thomas Bachmann. Der Wokra-Geschäftsführer schwitzte am Sonnabenvormittag neben Bürgermeister Wolfgang Geistert mit, nachdem Wokra-Mitarbeiter mit Technik am Freitag schon einiges vorbereitet hatten. „Nicht unbedingt schwer, aber halt ungewohnt“, bewertet Bachmann seinen „Nebenjob“. Willkommen, dass die Volkssolidarität da zwischendurch für eine Stärkung sorgte.

Für manchen älteren Sonnabend-Mitarbeiter hielt der Seniorenbeirat am Sonntag eine willkommene Entspannung bereit. Auf Bildungsfahrt ging es mit weiteren Bürgern der Stadt per Bus nach Bollewick und Waren ins Müritzeum, anschließend lud ein Dampfer zur Schiffsfahrt ein. „Wir haben einen Teil der 2000 Euro Prämie, die wir als Auszeichnung für die ,Seniorenfreundliche Stadt’ bekommen haben, dafür verwendet. Der andere Teil geht in dieses Wegprojekt“, berichtet Jürgen Poleratzki, der als früherer Beiratsvorsitzender natürlich am Sonnabend anpackte.

So ganz nebenbei bekommt der alte neue Weg noch einen Bonbon: Etwa mittig wird eine Bank aufgestellt. Blickrichtung wird ins „Tal“, auf einen Teil der Dächer der Stadt sein. Dazu war an der betreffenden Stelle etwas mehr vom Buschwerk wegzuschneiden und abzusägen. „Aber keine Sorge, die Eichen hier bleiben stehen“, versichert Bürgermeister Geistert. Der kann sich gut vorstellen, dass ab dem Frühjahr dieser Platz besonders beliebt werden könnte.

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