Verkehrssicherheit : Erst Fahrradpass dann Fahrradspaß

„Sattelfest“: die Viertklässler mit den Vertretern der Verkehrswacht, der Provinzial-Versicherung, der Schule, der Gemeinde und der Polizei
„Sattelfest“: die Viertklässler mit den Vertretern der Verkehrswacht, der Provinzial-Versicherung, der Schule, der Gemeinde und der Polizei

Gestern fiel der Startschuss für die landesweite Schulaktion „Sattelfest“ in der Grundschule Mühl Rosin

svz.de von
18. September 2015, 06:00 Uhr

Gestern fiel in der Grundschule Mühl Rosin, die zur Regionalen Schule Zehna gehört, der Startschuss für die landesweite Radfahrausbildung in den 4. Klassen. Richtig abbiegen und einordnen, Gefahrensituationen erkennen und vermeiden – das sind nur einige der Ziele der landesweiten Schulaktion „Sattelfest“. „Wer sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewegen will, muss die Regeln kennen“, sagte gestern das Vorstandsmitglied der Landesverkehrswacht, Karl Heinz Eggebrecht. Darum ist auch ihm wichtig, dass in den 3. und 4. Klassen Schüler lernen, worauf sie achten müssen, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind.

Noch immer passieren zu viele Unfälle mit Beteiligung kindlicher und jugendlicher Radfahrer. Im Jahr 2014 waren es 38 Unfälle im Landkreis Rostock, an denen Kinder mit Fahrrad beteiligt waren. Unfälle mit beteiligten Jugendlichen wurden 15 gezählt. „Umso wichtiger ist eine gute Ausbildung der Kinder im Radfahren, um diese Zahl zu minimieren“, sagt gert Frahm von der Güstrower Polizei. Da die Präventionsmitarbeiter bei der Polizei immer weniger werden, im ganzen Landkreis Rostock gibt es insgesamt noch drei Beamte, müsse die theoretische Ausbildung vorrangig durch die Schule geleistet werden. Dafür ist eine kostenfreie Mappe an alle Schulen mit Grundschulteil gegangen. Neben dem langjährig bewährten Fahrradpass enthält die Mappe auch Prüfbögen und Arbeitsblätter sowie eine Handreichung für die Lehrkraft mit Ideen für den Unterricht.

Für die Schule in Mühl Rosin gehört diese Ausbildung, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, schon von der 1. Klasse an dazu. „Wir beginnen schon mit unseren Erstklässlern, die ihren Schulweg lernen, und führen das fort bis zur 4. Klasse mit der praktischen Fahrradausbildung“, sagt Koordinatorin Frauke Hillenberg. Seit vier Jahren hat sie diese Aufgabe inne und kann auch Früchte ihrer Arbeit sehen. „Wenn die Kinder unsere Schule verlassen, fahren viele von ihnen täglich ins Gymnasium mit dem Rad“, sagt sie.

Verantwortlich für die Radfahrausbildung ist die Schule. Sie wird unterstützt durch Polizei und Vereine, wie die Verkehrswacht. Die Provinzial, ein jahrelanger Partner der Landesverkehrswacht, überreichte gestern an die Präventionsberater der Polizeiinspektion ein Fahrrad und mehrere Fahrradhelme, die sie für ihre Arbeit an den Schulen benötigen. Doch das allein genüge manchmal nicht. „Wir müssen auch an die Eltern ran, um den Kindern das nötige mitzugeben“, ist Karsten Hill als Schulleiter sicher. Gemeinsam könne man dafür sorgen, dass die Kinder „sattelfest“ würden.

Anfragen bezüglich der Radfahrausbildung können per Mail an karsten.hamann@polmv.de erfolgen.

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