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Katzenelend in Mistorf : Erst drei, jetzt wieder zwei tote Katzen entdeckt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach dem Tod dreier wilder, frei lebender Katzen Ende letzter Woche, sind nun wieder zwei verendete Tiere entdeckt worden – auch hier der Verdacht: Vergiftung durch Rattengift.

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erstellt am 17.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Mistorf Die Mistorfer kommen nicht zur Ruhe. Erst Ende der vergangenen Woche waren drei wilde, frei lebende Katzen, die in Mistorf lebten, verendet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die insgesamt acht Tiere in der Obhut des Güstrower Tierschutzvereins. Nach der Kastration  erholten sich die weiblichen Katzen auf den Pflegestellen des Vereins. Tierschützer hatten drei der Tiere hier leblos aufgefunden. Eine Obduktion beim Tierarzt bestätigte den schlimmen Verdacht: Vergiftung durch Rattengift (SVZ berichtete).

Am Donnerstagmorgen sind wieder zwei Tiere tot aufgefunden worden. „Anwohner haben die Tiere entdeckt und sind verzweifelt“, berichtet Jasmin Pophal vom Tierschutzverein. Unklar ist, ob auch diese Tiere vergiftet wurden. Ein eindeutiger Nachweis kann nur durch eine pathologische Untersuchung erbracht werden. Rattengift wirkt gerinnungshemmend. Betroffene Tiere verbluten innerlich. Bei einer Obduktion wird Blut in der Brusthöhle der Tiere festgestellt. Diese ist bei den jüngsten Fällen nicht erfolgt. Ein Zusammenhang erscheint für die Tierschützer dennoch naheliegend.

„Wir wissen nicht, ob diese beiden Katzen wilde oder Hauskatzen waren. Es ist ein schrecklicher Anblick“, beschreibt Jasmin Pophal. Bei derart vielen verendeten Tieren könne es sein, dass noch weitere Tiere betroffen seien. Die Mitglieder des Tierschutzvereins bitten die Anwohner daher um erhöhte Aufmerksamkeit. „Wir bitten alle Anwohner aus Mistorf auf ihre Tiere zu achten“, appelliert Jasmin Pophal. Anwohner, die einen Verdacht haben, sollten sich, so die Güstrower Tierschützerin, an die Polizei wenden und gegebenenfalls Anzeige erstatten, führt sie weiter aus.

Im Gespräch mit den Anwohnern sei zudem deutlich geworden, dass derartige Fälle bereits seit 2015 beobachtet werden, auch Hunde seien schon betroffen gewesen. „Viele Anwohner sind erst durch den SVZ-Artikel über die Symptome aufgeklärt worden und konnten diese einordnen“, berichtet Jasmin Pophal. Vergiftete Tiere bluten aus verschiedenen Körperöffnungen – Maul, Nase, Genitalöffnung und After. Dies beschreibt auch Kreissprecher Michael Fengler als  auffälligste Symptome. Sollte es sich tatsächlich um eine Vergiftung durch Rattengift handeln, schließt Amtstierärztin Elisabeth Dey eine unsachgemäße Auslegung der Köder aus. „Bei so vielen verendeten Tieren, liegt der Verdacht nahe, dass es Vorsatz ist“, sagt sie.

 „Uns fehlen die Worte“, sagt Jasmin Pophal über diesen Fall und weiter: „Diese Grausamkeiten müssen ein Ende haben. Wir möchten an den Schuldigen appellieren und hoffen er zeigt Einsicht und hört mit diesen Schandtaten auf.“

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