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Marode Kreisstrassen : Ersatz für Brücke bei Ahrenshagen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landkreis plant Investitionen in das Netz der Kreisstraßen von 5,1 Millionen Euro / Drei Millionen Euro für Instandhaltung

von
erstellt am 07.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Seit Jahr und Tag befinden sich Straßen in der Trägerschaft des Landkreises in einem bedauernswerten Zustand. Ein Investitionsstau wird aktuell mit 170 Millionen Euro angegeben. Die Zahl ist in den vergangenen Jahren nicht kleiner geworden. Nun will der Landkreis in diesem Jahr zumindest vier Projekte angehen. Im Entwurf des Haushaltsplanes 2015 sind Investitionen von 5,1 Millionen Euro veranschlagt. Noch einmal drei Millionen Euro sollen für die Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen eingesetzt werden. Mitte des Monats eröffnen die Mitglieder des Haushalts- und Finanzausschusses die Diskussion des Haushaltsentwurfes. Ein Beschluss wäre Ende April denkbar.


Note 4 für fast die Hälfte der Kreisstraßen


Den deutlich höheren Haushaltsansatz von 5,1 Millionen Euro für Investitionen in den Straßenbau (2014: 3,2 Millionen Euro) und für Instandhaltungen (eine halbe Million Euro mehr als 2014) bezeichnet Peter Stein, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr und Kreisentwicklung, angesichts der prekären Lage als „zwingend notwendig“.

Lediglich 65 Kilometer Kreisstraßen (elf Prozent) werden als sehr gut eingestuft. 19 Prozent (117 Kilometer) werden mit der Zustandsnote gut bewertet, 25 Prozent (156 Kilometer) mit befriedigend und 45 Prozent (279 Kilometer) mit ungenügend. „Es ist richtig, jetzt mehr Geld in die Hand zu nehmen. Die Steuereinnahmen sind da und die Zinsen niedrig“, betont Stein.

Vorgesehen sind in diesem Jahr Brückenerneuerungen in Ahrenshagen – hier führt die Kreisstraße in Richtung Koppelow über die Nebel – und in Stülow im nördlichen Teil des Landkreises. Außerdem, so informiert Kreissprecher Kay-Uwe Neumann, soll der letzte Abschnitt der Kreisstraße GÜ 30 von Wattmannshagen über Roggow nach Teterow saniert werden. Im Doberaner Teil ist es ein Abschnitt der K DBR 12 (Tannenweg von Klein Schwaß nach Rostock). Die Vorhaben seien soweit planerisch vorbereitet, dass nach Haushaltsbeschluss und Genehmigung durch das Innenministerium MV mit der Realisierung begonnen werden könne, berichtet Neumann.

Bei der Unterhaltung und Instandsetzung gehe es darum, den „befahrbaren Straßenzustand auf gefährdeten Abschnitten“ zu erhalten, betont der Kreissprecher. Solche Abschnitte fänden sich im gesamten Kreisstraßennetz (zusammen 617 Kilometer und außerdem 38 Brücken). 

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