Güstrow : Ernst Barlach im Mittelpunkt

Arne Schuldt
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Arne Schuldt

Rück- und Ausblicke in den Städten der Region – heute: Arne Schuldt (parteilos), Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow.

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02. Januar 2020, 05:00 Uhr

Traditionell geben wir zum Jahresauftakt den Bürgermeistern der Städte in unserer Region Gelegenheit für einen Ausblick auf das neue Jahr. Redakteur Eckhard Rosentreter befragte Arne Schuldt, Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow.
Herr Schuldt, welche Erfolge fallen Ihnen beim Rückblick auf 2019 ein?
In erster Linie bin ich besonders froh, dass nach vielen Jahren Planung, Fördermittelbeantragung und europaweiter Ausschreibung der Baubeginn an der Thomas-Müntzer-Schule vollzogen werden konnte.

Die Einweihung der Erlebnisbüdnerei im Wildpark-MV trägt zur Steigerung der kulturellen Attraktivität des Parkes und der Stadt bei. Die Wiedererrichtung des Utkiek ist nicht nur für die Güstrower Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Touristen der Stadt ein Zugewinn. Der Beschluss der Stadtvertretung zum Doppelhaushalt sichert wichtige Investitionen, wie zum Beispiel die Sanierung und Attraktivierung der „Oase“ und umfangreiche Straßenbaumaßnahmen für die nächsten zwei Jahre.

Was konnte nicht erreicht werden? Woran lag das?
Der Baubeginn auf dem Stahlhof-Gelände verzögert sich weiter aus verschiedenen Gründen, wie zum Beispiel die Beseitigung der Bodenbelastung mit Altöl, weitere Baugrunduntersuchungen und die erneute Überarbeitung des Lärmschutzgutachtens. Durch die angezeigten Emissionen der Bahnstrecke muss eine Lärmschutzwand geplant und errichtet werden.
Die Sanierung und Umgestaltung des Marktes ist aufgrund der schleppenden Planungen noch nicht in die Umsetzungsphase gelangt.

Wenn Sie auf 2020 blicken: Was wird das für ein Jahr in Güstrow?
Gemeinsam mit der Ernst-Barlach-Stiftung wollen wir „150 Jahre Ernst Barlach“ in den Mittelpunkt der touristischen Vermarktung stellen.

Daneben steht im Jahr 2020 wieder eine Landratswahl an, zu der alle wahlberechtigten Güstrowerinnen und Güstrower an die Wahlurnen gerufen werden.

Für mich ist der angekündigte und dann sichtbare Beginn der Sanierung des Güstrower Schlosses eine große Freude. Die Erschließungsarbeiten im Wohngebiet Alte Gärtnerei, 1. Bauabschnitt, beginnen.

Gemeinsam werden wir den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands feiern.


Auf welche großen/wichtigen Investitionen können sich die Bürger im kommenden Jahr einrichten?
Die Sanierung des Freizeitbades „Oase“ soll ab Mai beginnen. Sie wird nicht ohne zeitweilige Schließungen erfolgen können. Diese bleiben auf ein Mindestmaß beschränkt. Auch bei der Erneuerung des Spaldingsplatzes wird es für Anlieger und Benutzer nicht ohne Einschränkungen gehen. Der Parkplatz An der Bleiche wird auf 150 Pkw-Stellplätze vergrößert und grundlegend ausgebaut. Dank der Efre-Förderung wird für die Straße Zu den Wiesen im Jahr 2020 Baubeginn sein.

Stichwort freiwillige Leistungen: Wie wird das Vereins- und kulturelle Leben 2020 in der Stadt gestärkt? Wo sehen Sie Schwerpunkte?
Die Barlachstadt Güstrow wird auch im Jahr 2020 im üblichen Umfang mit finanziellen Mitteln das Vereinsleben stärken. Der Tourismusverein baut das Angebot an kulturellen Veranstaltungen aus. Schwerpunkt der touristischen Vermarktung wird das Thema „150 Jahre Ernst Barlach“ sein. Als Stadt arbeiten wir gemeinsam mit Rostock an der Vorbereitung als Außenstandort für die Buga 2025 in der Hansestadt. Durch den Beschluss der Stadtvertretung stehen mehr Fördermittel für Vereine zur Bewilligung durch den Ausschuss für Schule, Jugend, Kultur und Sport zur Verfügung. Der Weihnachtsmarkt soll durch einen Zuschuss für das Programm noch schöner werden.

Vor einem Jahr sagten Sie, Sie seien noch nicht amtsmüde, weil Sie noch nicht alle Wahlversprechen erfüllen konnten. Welche Wahlversprechen konnten Sie inzwischen abarbeiten und welche wollen Sie 2020 erfüllen?
Mit dem Baubeginn an der Thomas-Müntzer-Schule sehe ich dieses Wahlversprechen so gut wie erfüllt an. Zuversichtlich bin ich ebenfalls bei der Sanierung der „Oase“.

Mit dem Beschluss der Stadtvertretung für die neuen Förderschwerpunkte in der Altstadt kann die Sanierung auf hohem Niveau fortgesetzt werden.

Die Planungen für die neue Brücke nach Schöninsel haben noch keinen Stand erreicht, der einen konkreten Baubeginn prognostizieren lässt. Für das Wegesystem rund um den Inselsee gibt es noch keine konkrete Finanzierung. Am Stahlhof ist seit der Beräumung des Geländes bis auf weitere Altlastenbeseitigungen noch keine Bautätigkeit zu sehen. Dafür möchte ich mich im Jahr 2020 besonders einsetzen.


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