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Wirtschaft : Erneut Warnstreik bei Oberaigner in Laage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

IG Metall fordert vom Spezialfahrzeughersteller nenneswertes Angebot für Tarifverhandlungen ein.

Warnstreik gestern Mittag beim Spezialfahrzeughersteller und Automobilzulieferer Oberaigner im Airpark Laage. Nach einem ersten Warnstreik im vergangenem September hatte die IG Metall die rund 50 Beschäftigten erneut zu einem befristeten Ausstand aufgerufen. Ziel ist es, dass das Unternehmen dem Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie für MV beitritt.

Fast die gesamte Belegschaft hatte sich um 12 Uhr für eineinhalb Stunden vor dem Tor der Firma versammelt. „Nur zwei Kollegen waren drin geblieben“, informiert Gewerkschaftssekretär Alex Brose. „Wir fordern ein vernünftiges Angebot, über das wir verhandeln können“, unterstreicht Brose. Es sei an der Zeit für faire Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne. Bislang muss jeder Arbeitnehmer seinen Lohn selbst aushandeln. Je nach Verhandlungsgeschick ergibt sich eine unterschiedliche Bezahlung. Diese Situation wolle man jetzt beenden, betont Brose.

Nach einer generellen Ablehnung von Verhandlungen war es nach dem ersten Warnstreik zu Verhandlungen gekommen. Die Firmenleitung verfolge aber eher eine Hinhaltetaktik, schätzt der Gewerkschaftssekretär ein. „Es wurde bisher kein nennenswertes Angebot gemacht“, bedauert Brose. Auch auf die Mitteilung über den Warnstreik habe die Geschäftsführung nicht reagiert. Mit dem Warnstreik will die IG-Metall ihrer Position Nachdruck verleihen. Am nächsten Dienstag sitzt man wieder am Verhandlungstisch. „Wenn unsere Verhandlungspartner komplett zumachen, werden wir darüber nachdenken müssen dann über einen unbefristeten Streik abstimmen zu lassen“, informiert Brose.

Für SVZ war die Betriebsleitung gestern nicht erreichbar. Im September hatte Betriebsleiter Jan Leipholz gegenüber SVZ erklärt, dass das Unternehmen gerade erst wirtschaftlich Fuß gefasst habe. Für Lohnerhöhungen sei es in der Situation noch zu früh. 2012 hatte die österreichische Unternehmensgruppe Oberaigner die Produktion am Standort Laage aufgenommen.

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erstellt am 19.Apr.2017 | 20:45 Uhr

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