Suckwitz : Erneut Protest gegen Schweinemast

Landwirt Thomas Schulz plant in Suckwitz eine Schweinemastanlage für knapp 8000 Tiere.
Landwirt Thomas Schulz plant in Suckwitz eine Schweinemastanlage für knapp 8000 Tiere.

Gegner der geplanten Anlage in Suckwitz veranstalten Infoabend in Kirch Kogel.

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22. Februar 2018, 12:00 Uhr

Unendliche Geschichte Schweinemast Suckwitz: Der geplante Bau einer Schweinemastanlage für knapp 8000 Tiere in der Gemeinde Reimershagen erregt bereits seit dem Jahr 2011 die Gemüter (SVZ berichtete). Auch die Gemeindevertretung hatte sich Anfang 2017 einstimmig gegen das Vorhaben positioniert und Landwirt Thomas Schulz aus Gerdshagen das so genannte gemeindliche Einvernehmen für seine Schweinemast verwehrt. Doch da das Raumordnungsverfahren für Schulz positiv ausgefallen ist, läuft bereits das Genehmigungsverfahren für die Anlage. Grund genug für die Gegner, erneut zu einem Protest aufzurufen.

Die Bürgerinitiative gegen die Schweinemast Suckwitz, die BUND-Ortsgruppe Bresenitz sowie der Verein „Natur, Tourismus, Landwirtschaft – Gesundes Dorf Reimershagen“ laden am Montag, dem 26. Februar, um 18.30 Uhr im benachbarten Kornspeicher in Kirch Kogel zu einem Infoabend zur geplanten Schweinemast Suckwitz ein. Im Mittelpunkt sollen der Bauantrag für die Anlage stehen, die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen und deren Inhalt sowie mögliche Einwendungen gegen das Vorhaben. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg als zuständige Behörde ist dazu eingeladen, den Antrag und das Verfahren aus behördlicher Sicht zu erläutern. Die Landesgeschäftsführerin des BUND Mecklenburg-Vorpommern, Corinna Cwielag, wird als Expertin für die Umweltauswirkungen solcher Mastanlagen referieren, informiert Michael Fengler, Vorsitzender des Vereins „Natur, Tourismus, Landwirtschaft – Gesundes Dorf Reimershagen“.

„Der Informationsabend ist aus Sicht der Veranstalter notwendig, weil die eingereichten Antragsunterlagen zahlreiche Fehler und nach unserer Auffassung beschönigende Angaben zu Schadstoffausstoß und Auswirkungen auf die Umwelt enthalten“, so Fengler. „Mit technischen Tricks und schön gerechneten Werten sollen schädliche Auswirkungen auf Menschen und Umwelt verschleiert werden.“

Laut der Gegner schade diese Form der industriellen Tierproduktion mit ihren Folgen der ländlichen Entwicklung und den Menschen in der Naturparkregion zwischen Lohmen, Reimershagen und Krakow am See. Zudem sei die Öffentlichkeitsbeteiligung im Verfahren erschwert und mache einen solchen Informationsabend notwendig. „Eine Schweinemastanlage würde inmitten einer besonders schützenswerten und touristisch zu entwickelnden Landschaft vor allem Gülle, Giftstoffe und Gestank produzieren“, ist Fengler überzeugt.


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